Am Freitag ertönt in London der Anpfiff zur EURO 2020 – mit einem Jahr Verspätung. Die Türkei fordert Italien im Eröffnungsmatch. Für Österreich wird es am Sonntag zum Gruppenauftakt gegen Nordmazedonien ernst (18 Uhr).
Zwei Tage vor dem Showdown in Bukarest lässt Teamspieler Valentino Lazaro aufhorchen. Gemeinsam mit dem in Wien lebenden Musiker Meydo brachte der Steirer den Song "Immer Wieder" heraus, veröffentlichte das Stück auf allen gängigen Streaming-Plattformen.
Seine Rolle aus dem Team, der Flügel, kommt musikalisch nicht zum Einsatz. Meydo und Lazaro verlassen sich auf ihren Beat und einen Refrain, der ins Ohr geht: "Es geht immer wieder vor, vor, vor und direkt zum Tor."
Meydo rappt zunächst über die vergangenen EUROs mit österreichischer Beteiligung. Jene "2008 im eigenen Land", die 2016, die "leider verkackt" worden sei. Er freut sich aber über eine "Generation voller Ikonen" und ist sich sicher: Die "Kaderbesetzung besteht aus Idolen".
Gegen Ende des Liedes hat auch Lazaro einen Part. Der Inter-Legionär rappt: "2016 zum Zuschauen verdammt. Fünf Jahre später vertret' ich mein Land. Millionen von Menschen sie feuern uns an. Ich zeig ihnen jetzt was ich kann. Adler auf der Brust und Name am Trikot und mit Gott an der Seite gewinn' wir sowieso. War ein steiniger Weg, dass ich heute hier steh'. Doch das ist vorbei, jetzt wird alles zerlegt."
Laut Lazaro seien die Reaktionen innerhalb des Teams positiv. David Alaba gratulierte Lazaro auf der Abschließenden ÖFB-Pressekonferenz am Freitag zu seinem Song – "ist cool geworden". Marko Arnautovic hielt sich bedeckt, ob ihm die heimliche EURO-Hymne gefällt.