All-in-Verträge sollen erst ab 7.000 Euro brutto geschlossen werden dürfen. Viele Pauschalverträge schädigen Arbeitnehmer, sagt die Junge Generation der SPÖ.
"Alles inklusive" gilt bereits für etwa ein Viertel aller Arbeitnehmer. Sie haben einen sogenannten All-in-Vertrag unterschrieben, mit dem pauschal alle Mehr- und Überstunden abgedeckt sind. "All-in-Vereinbarungen werden immer häufiger dazu missbraucht, normale Arbeitsverhältnisse zu umgehen", kritisiert JG-Wien-Vorsitzender und Gemeinderat Marcus Gremel.
Ursprünglich waren All-in-Vereinbarungen nur für Führungskräfte vorgesehen, mittlerweile sind sie aber auch für viele einfache Angestellte mehr Regelfall als Ausnahme. "Um das Ausufern zu stoppen, dürfen All-in-Verträge erst ab einem Einkommen von 7.000 Euro brutto vergeben werden", betont Gremel. Die Maßnahme wäre vor allem für Junge besonders wichtig. "Wer nicht weiß, wie viele bezahlte Stunden im Arbeitsvertrag drin stecken, neigt dazu, zu viel zu arbeiten und unbezahlte Arbeit wirkt sich bis in die Pension aus", warnt der Vorsitzende der JG Wien.
Gestresste Arbeitnehmer brennen aus
Dass es notwendig ist, All-in-Verträge einzugrenzen, zeigt auch eine Befragung der Arbeiterkammer Oberösterreich. Danach arbeiten pauschal bezahlte Arbeitnehmer auch in der Freizeit, im Urlaub und selbst im Krankenstand. "Die Grenze zwischen Freizeit und Arbeitszeit verschwimmt immer mehr. Wer aber zu viel arbeitet, brennt aus. Um das zu verhindern, muss der All-in-Mentalität ein Riegel vorgeschoben werden", so Gremel. Die Junge Generation in der SPÖ Wien setzt sich daher im Rahmen ihrer #mehrZeitfürDICH-Kampagne auch für das Beschränken von Pauschalvereinbarungen ein.
Die JG Wien fordert weiters eine bezahlte Woche für die Fortbildung sowie die Verschiebung von Feiertags-Sonntagen auf den nächsten Werktag.
(GP)