Österreich

Jihad-Mädchen (16) bleibt in Untersuchungshaft

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:39

Zwei Schülerinnen und ein Friseur-Lehrling sitzen seit Ende März in Graz in Untersuchungshaft. Die drei gebürtigen Tschetscheninnen (15, 16, 19) wollten laut Staatsanwaltschaft nach Syrien in den "Heiligen Krieg" ausreisen. Eines der Mädchen hatte bereits ein Eheversprechen an einen IS-Kämpfer abgegeben, auch die beiden anderen hatten vor, Kämpfer zu heiraten. Die 15- und die 19-Jährige wurden nun entlassen, über die 16-Jährige wurde die U-Haft verlängert.

Zwei Schülerinnen und ein Friseur-Lehrling sitzen seit Ende März in Graz in Untersuchungshaft. Die drei gebürtigen Tschetscheninnen (15, 16, 19) wollten laut Staatsanwaltschaft nach Syrien in den "Heiligen Krieg" ausreisen. Eines der Mädchen hatte bereits ein Eheversprechen an einen IS-Kämpfer abgegeben, auch die beiden anderen hatten vor, Kämpfer zu heiraten. Die 15- und die 19-Jährige wurden nun entlassen, über die 16-Jährige wurde die U-Haft verlängert.

Aufgeflogen war die Ausreise, weil zwei andere Mädchen über die Reisepläne geplaudert hatten. Eine 16-jährige Salzburgerin mit bosnischen Wurzeln und eine 17-Jährige wurden Ende 2014 bei einem Ausreiseversuch in Rumänien festgenommen, berichtet die "Kleine Zeitung". Sie verrieten den Ermittlern die Pläne des Grazer Trios. Daraufhin wurden Handy-Daten ausgewertet, die Telefonate mit Kämpfern in Syrien belegten.

Dem Bericht zufolge wollte die 19-Jährige am 24. April von Wien aus über Istanbul nach Syrien reisen. Sie hatte bereits ein Flugticket. Die anderen beiden Freundinnen machten im Dezember einen Rückzieher, als sie die in Rumänien geschnappten Mädchen begleiten sollten. Die U-Haft für das Trio dauerte bis maximal 7. April, zwei Mädchen wurden nun mit Auflagen entlassen.

Bei der 16-Jährigen wurde die U-Haft verlängert. Bei allen drei Mädchen besteht weiterhin der Verdacht der versuchten Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung. Kommt es zu einem Prozess, drohen ein bis zehn Jahre Haft.

Zwei Jihadisten in Krems festgenommen

Auch in Krems klickten bereits Ende März die Handschellen. Die Spezialeinheit Cobra nahm nach zwei Hausdurchsuchungen zwei mutmaßliche Jihadisten fest. Einer der beiden Russen (27 und 31 Jahre alt) soll ein aus Syrien zurückgekehrter IS-Kämpfer sein, der andere soll mit der Terrormiliz sympathisieren. Die Männer sollen in einer Wohnung  in der Nähe des Bahnhofs im Schlaf überrascht worden sein. Sie haben seit einigen Jahren in Österreich gelebt.

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