Szene

Jodie Foster: Abschied vom Showbiz mit Coming-Out

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:17

Jodie Foster sorgte mit ihrer siebenminütigen Dankesrede bei den "Golden Globe"-Verleihung für Furore: Nicht nur sprach sie erstmals öffentlich über ihre Homosexualität, sie nach auch Abschied vom öffentlichen Leben.

Jodie Foster sorgte mit ihrer siebenminütigen Dankesrede bei den  "Golden Globe"-Verleihung  für Furore: Nicht nur sprach sie erstmals öffentlich über ihre Homosexualität, sie nach auch Abschied vom öffentlichen Leben.

"Ich glaube, ich muss unbedingt etwas sagen, das ich niemals öffentlich zu sagen imstande war und das mich ein wenig nervös macht", sagte die 49-Jährige am Sonntag bei der Zeremonie, wo sie für ihr Lebenswerk geehrt wurde. "Also werde ich es einfach sagen, stark und stolz, okay, und ich werde Eure Unterstützung brauchen", fuhr sie fort.

"Ich bin, äh, ich bin Single", setzte Foster dann zu ihrem Coming-out an und löste damit ungläubiges Gelächter im Publikum aus. "Ich scherze, nein, ich scherze nicht wirklich, aber fast", fuhr sie fort. "Ich hatte mein Coming-out schon vor tausend Jahren, in der Steinzeit", sagte Foster weiter. Sie meine damit eine Zeit, "in der sich eine junge Frau zunächst ihren Freunden, ihrer Familie, ihren Kollegen und schließlich, Schritt für Schritt, allen Menschen, die sie kannte oder denen sie begegnete, anvertraut hat".

Abschließend wandte sich Foster an ihre frühere Lebensgefährtin, die mit den gemeinsamen beiden Kindern im Publikum saß. "Ich könnte überhaupt nicht hier stehen, ohne einer der größten Lieben in meinem Leben zu danken, meinem heldenhaften Mitelternteil, meiner Ex-Geliebten und Schwester im Geist, meinem Beichtvater, meiner Skipartnerin und Beraterin, meiner lieben Lebensgefährtin während 20 Jahren, Cydney Bernard", sagte die Regisseurin und Schauspielerin, die in ihrem Leben an etwa 50 Filmen mitwirkte.

Abschied vom Showbiz

Nach 47 Jahren im Showbiz sei es an der Zeit, leiser zu treten. "Ich habe hier oben (auf der Bühne, Anm.) alles gegeben, seit ich drei Jahre alt bin." Es fühle sich an wie das Ende einer Ära und der Beginn einer nächsten. "Ich werde nie wieder auf einer Bühne stehen - egal auf welcher", so Foster.

Aber sie werde weiterhin Geschichten erzählen und wolle Menschen rühren. Aber von nun an werde es wohl nicht mehr so glitzernd und nicht in tausenden Kinos zu sehen sein, sondern so leise, dass es nur Hunde hören könnten. "Ich will verstanden werden und nicht so furchtbar einsam sein", so Foster, ehe sie stolz ihre Trophäe in die Luft hob: "Auf die nächsten 50 Jahre."

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