Oberösterreich

Jogger (49) von Mäusebussard attackiert

Schmerzhafter Zwischenfall beim Laufen. Im Bezirk Ried attackierte ein Mäuse-Bussard einen Jogger (49). Der sagt: "Plötzlich war ich voller Blut."

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Der Jogger Gerald Eiblmayr wurde von einem Mäuse-Bussard attackiert und verletzt.
Der Jogger Gerald Eiblmayr wurde von einem Mäuse-Bussard attackiert und verletzt.
Privat

Der graue Kapuzen-Pullover ist voll mit Blutflecken und am Kopf trägt er einen dicken Verband – so kehrte Gerald Eiblmayr am Donnerstag von seiner morgendlichen Laufrunde in seiner Heimat Neuhofen/Innkreis (Bez. Ried/I.) zurück. Es ist kaum zu glauben, aber ein Mäuse-Bussard hatte den 49-Jährigen attackiert.

"Der Vogel ist zunächst von hinten ganz knapp an mir vorbei geflogen. Ehe ich das realisiert haben, drehte er um und steuerte schon von vorne auf mich zu. Es ging alles so furchtbar schnell", erinnert sich Eiblmayr im Gespräch mit "Heute". Mit seinen scharfen Krallen verletzte der Bussard (Flügel-Spannweite: ein Meter) den Jogger am Kopf. 

Eiblmayr: "Ich verspürte plötzlich einen Schmerz. Als ich auf meinen Kopf griff, war ich voller Blut." Der Jogger, der kein Handy bei sich hatte, ging gleich nach dem Angriff zu einem nahe gelegenen Haus. Von dort aus ging es dann mit der Rettung ins Spital. Ärzte mussten die Wunde mit mehreren Stichen nähen.

Vogel verteidigte sein Nest

Wie der Innviertler berichtet, dürfte derzeit gerade Brutzeit sein und der Bussard habe sein Nest verteidigt. Es war auch nicht die erste Bussard-Attacke auf dieser Strecke. Fast genau an der gleichen Stelle wurde laut Eiblmayr ein Nachbar von ein Bussard angegriffen. Dabei gab es aber keinen Verletzten.

Eiblmayr selbst postete den Vorfall auf seiner Facebook-Seite. Er sagt: "Ich habe es bei der Gemeinde gemeldet. Entlang dieses Weges gehen auch Kinder. Und wenn die von dem Vogel angegriffen werden, kann es viel schlimmer ausgehen." 

Der Jogger ging nur wenige Stunden nach dem Vorfall schon wieder in die Arbeit. "Mir geht es gut. Es war aber ein Riesenschock. Damit rechnet man ja überhaupt nicht."

Das Laufen wird er in den nächsten Wochen laut eigenen Aussagen aber eher bleiben lassen.