Es klingt zu schön, um wahr zu sein: Eine der reichsten Frauen Deutschlands schreibt dir und will dir 1,5 Millionen Euro schenken. Genau diese Mail erhielt der deutsche Journalist Thomas Schmoll – und wusste sofort, dass es sich um Betrug handelt.
Statt die Nachricht zu löschen, beschloss er, den Spieß umzudrehen. Die angebliche Maria-Elisabeth Schaeffler stellte sich als "deutsche Geschäftsmagnatin, Investorin und Philanthropin" vor und erklärte, sie habe beschlossen, ihm 1,5 Millionen Euro zu spenden.
Wie n-tv.de berichtet, antwortete Schmoll mit absurden Fantasienamen wie "Detlef Hasenpuper", "Hasso Langpimmel" und "Wolfgang Kackescheiße". Als Beruf gab er "Drogenhändler" an, als Adresse "Sackgasse 7" in "Bullerbü".
Die Betrüger ließen sich davon nicht beirren – bis sie ihre wahre Absicht offenbarten: Vor der Überweisung der Millionen sollte Schmoll 450 Euro "Gebühren" zahlen. Der Klassiker beim Vorschussbetrug.
Als der Journalist wiederholt nach einer Spende an die fiktive "Organisation gegen Onlinebetrug" fragte, brach der Kontakt ab. Die falschen Milliardäre gaben auf.
Solche Betrugsmaschen sind weit verbreitet. Kriminelle nutzen Namen bekannter Milliardäre, um Vertrauen zu erwecken. Das Ziel ist immer dasselbe: Opfer zu einer Vorleistung zu bewegen, bevor der versprochene Gewinn nie eintrifft.
Seriöse Milliardäre schreiben keine unaufgeforderten Mails mit Millionengeschenken. Wer zu einer Vorauszahlung aufgefordert wird – egal, wie die Begründung lautet – sollte sofort misstrauisch werden und die Nachricht löschen.