Jüdischer Schüler muss Pause in Klasse verbringen

Ein jüdischer Schüler aus Berlin darf aus Sicherheitsgründen nicht mehr in den Schulhof, seine Pausen muss er in einem Extra-Raum verbringen.

Nach Trumps Jerusalem-Erklärung nimmt der muslimische Antisemitismus zu – und macht auch vor Schulen nicht Halt.

"Tod den Juden, Hitler war ein guter Mann"

Mit tränenerstickter Stimme erzählt der 18-Jährige religiöse Jude im Interview (im Video ab Minute 1:28) mit dem Bayrischen Rundfunk: „Ich habe Angst. So sehr, dass ich nachts Albträume bekomme".

Der Schüler, der aus Sicherheitsgründe anonym bleiben will, erzählt vom jüngsten Vorfall in der Schulkantine, bei dem sich arabische Mitschüler vor ihm formierten und auf ihn losgingen. Sie schrien: „Man sollte euch den Kopf abschneiden, ihr Kindermörder", Tod den Juden" sowie „Hitler war gut, er hat die Juden umgebracht." Dann packt ihn einer der Jugendlichen am Arm, zerrt ihn weg.

"Täter dürfen bleiben, Sonderrechte für Opfer"

Das Opfer wehrt sich, geht zum Direktor, schildert den Angriff. Dort wird er für seinen Mut gelobt, erfährt jedoch gleichzeitig, dass man gegen die Antisemiten nichts tun könne, „es sei ein Kampf gegen Windmühlen". Statt die Täter der Schule zu verweisen, bekam das Opfer „Sonderrechte". „Ich darf einen gesonderten Ein- und Ausgang der Schule nutzen und mich in Pausen in einem Extra-Raum aufhalten", so der Schüler. Damit er seine Ruhe habe und keine Angst mehr haben müsse … (isa)

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Tilo Berlin

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