Der Deutsche Fußball-Bund hat für Freitag um 11 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt – ohne den Anlass zu nennen. Es gilt jedoch als offenes Geheimnis, dass dort die Verpflichtung von Jürgen Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann offiziell verkündet wird.
Vorher werden die DFB-Gremien den Vertrag des Trainers in einer Schaltkonferenz noch abnicken. Verbandspräsident Bernd Neuendorf kann sich dann für seine Wunschlösung feiern lassen. Nicht umsonst war er mit Bundesliga-Boss Hans-Joachim Watzke eigens zu Klopp nach New York geflogen.
Der DFB erhofft sich vom neuen Heilsbringer all das, was er von Nagelsmann nicht mehr bekam: Strategische Wucht, eine klare taktische Linie und vor allem eines: Ein feines Gespür für die Kommunikation nach innen und außen.
Zum Trainerstab von Jürgen Klopp werden mehrere vertraute Gesichter gehören. Sein langjähriger Assistent Peter "Piet" Krawietz übernimmt den Posten des Co-Trainers. Ebenfalls zum DFB wechseln soll Pepijn Lijnders, der bereits viele Jahre mit Klopp beim FC Liverpool zusammenarbeitete. Komplettiert wird das Team von Ex-BVB-Profi Sven Bender, der Anfang Juli seinen Vertrag beim Regionalligisten Unterhaching aufgelöst hatte.
Klopp soll beim DFB einen Vertrag bis zur Weltmeisterschaft 2030 unterschreiben. Möglich wurde der Wechsel durch die Freigabe seines bisherigen Arbeitgebers Red Bull. Obwohl der 59-Jährige dort noch bis 2029 als Global Head of Soccer unter Vertrag stand und keine Ausstiegsklausel besaß, verzichten die Österreicher auf eine Ablösesumme.
Sein Debüt wird er am 24. September beim Auswärtsspiel gegen die Niederlande in der Nations League geben. Es wird der Nullpunkt des deutschen Fußballs, zwölf Jahre nach dem WM-Triumph von 2014.