Für 80 % junger Frauen sind Beauty-OPs denkbar

Der perfekte Körper, Gaming, Mobbing im Netz und Tage ohne Smartphone: Eine neue Studie zeigt, was junge Österreicher bewegt.
Marketagent und DolcX haben für ihren Jugend-Trend-Monitor 2019 die Ansichten und Weltbilder junger Menschen in Österreich abgefragt. Herausgekommen ist ein Stimmungsbild zu verschiedenen Themenbereichen – unter anderem den folgenden.



Mein Freund, das Handy

Für die allermeisten Befragten ist ihr Smartphone ein ganz normaler Gebrauchsgegenstand (73,7 %).

Doch es gibt auch andere Zuschreibungen: Freund, Körperteil, Haustier, Familienmitglied oder sogar Kind.

Über die Studie

2.263 Interviews mit Personen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren zwischen 25.04. und 27.05.2019. Repräsentativ für die österreichische Bevölkerung. Durchgeführt von Marketagent im Auftrag von DolcX.
Obwohl 74,3 % der jungen Menschen sich mindestens gelegentliche eine Auszeit von ihrem Handy wünschen, divergieren die Gefühle an einem Tag ohne Smartphone. 30,8 % fühlen sich unruhig, bei 25,2 % kommt Langeweile auf. Bei 25 % stellt sich Entspannung ein, auch Erleichterung (17,1 %) wird genannt.

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Beauty-OPs

Über 70 % der Befragten wünschen sich, ihren Körper genau so formen zu können, wie sie ihn gerne hätten. Immerhin noch 64,2 % ist es wichtig, wie sie mit ihrer Optik bei anderen ankommen. Und jeweils knapp über die Hälfte fühlen sich unwohl, wenn sie nicht gut aussehen und sind der Meinung, mit dem perfekten Körper auch den perfekten Partner finden zu können.

Knapp über ein Drittel der Befragten kann sich grundsätzlich keine kosmetischen Eingriffe vorstellen. Fast die Hälfte hätte kein Problem mit optischen Zahnbehandlungen (47,4 %), danach folgen Laserbehandlungen (31,6 %), Fettabsaugungen (16,2 %) und – kein Scherz – Haartransplantationen (15 %). Auffallend: 54,4 % der männlichen Befragten kann sich eine Behandlung vorstellen, während fast 80 % der Frauen "etwas machen" lassen könnten.



Aber: Für den perfekten Job (83,8 %) oder Partner (89,3 %) würden die Jugendlichen gerne auf den perfekten Körper verzichten.

Gaming

Etwas mehr als die Hälfte der Befragten spielt täglich am Computer oder der Konsole, ausgenommen Games auf dem Handy. Vielspieler sind allerdings eine Minderheit, denn während noch 26,1 % bis zu einer halben Stunde täglich mit Games verbringen, sind es bei bis zu drei bzw. fünf Stunden jeweils nur noch 3,5 %. Lediglich 1,1 % der Jugendlichen spielen exzessiv und somit mehr als fünf Stunden pro Tag.



Online-Mobbing

55 % der Befragten sind laut eigenen Angaben noch nie in Kontakt mit Online-Mobbing gekommen. 36,2 % haben bereits Mobbing bei anderen beobachtet, 13 % wurden selbst schon einmal Opfer. Die Gruppe der 20- bis 24-Jährigen war mit 16,4 % am häufigsten schon selbst die Zielscheibe von Anfeindungen im Netz.

Frauen macht Mobbing im Internet betroffener als Männern. Während weibliche Befragte zu 77,8 % sagten, dass ihnen Anfeindungen "sehr" oder "eher nahe" gehen, waren es bei den männlichen "nur" 59,5 %. Die Reaktionen auf Online-Mobbing sind vielfältig: die meisten meldeten den betreffenden Beitrag (52,7 %), andere Maßnahmen waren außerdem das zur Rede stellen der mobbenden Person (online oder persönlich) sowie das Hinzuziehen einer Vertrauensperson.



Weitere Grafiken zu den Ansichten der Jugendlichen Österreichs sehen Sie in der Bildstrecke oben. (lu/chk)

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