Jugendliche vergewaltigen 13-Jährige mit 3 Promille

Die damals 13-Jährige brach nach der Tat die Schule ab und ist bis heute in Therapie.
Die damals 13-Jährige brach nach der Tat die Schule ab und ist bis heute in Therapie.Unsplash/Symbolbild
Zwei Jugendliche standen am Montag in Klagenfurt vor Gericht, weil sie eine 13-jährige Schülerin betrunken gemacht und missbraucht haben sollen. 

Der Prozess um den sexuellen Missbrauch der 13-Jährigen war von brisanten Aussagen und Vorwürfen geprägt. Die beiden Angeklagten, zum Tatzeitpunkt 15 und 16 Jahre alt, leugneten die Tat erst beharrlich, sprachen dann von einvernehmlichen Sex und gaben erst im letzten Moment einen "Fehler" zu, berichtet der "ORF". Nicht nur das lange Leugnen, auch der Tatablauf selbst aus dem August 2019 machte Prozessbeobachter fassunglos.

Taten wurden teils auf Video aufgenommen

Damals lud der 15-Jährige seinen 16-jährigen Freund und die 13-Jährige ins Haus seiner Großmutter ein, um dort zu übernachten. Die Jugendlichen ließen die 13-Jährige dabei eine Flasche starken Alkohol trinken und einen Joint rauchen, was dass Mädchen auch getan haben soll, um die Jugendlichen zu "beeindrucken". Kurz darauf übergab sich die 13-Jährige dann eine Stunde lang mehrmals und wurde von den Jugendlichen ins Bett gebracht.

Was folgte, erfuhr die 13-Jährige erst nach der Nacht. Die Jugendlichen sollen ihre Smartphone gezückt und johlend das Mädchen begrapscht haben, bevor der Ältere den Jüngeren aus dem Zimmer schickte und die 13-jährige halb Bewusstlose vergewaltigte. Das Mäödchen soll zu dem Zeitpunkt mit rund drei Promille schwer alkoholisiert gewesen sein. Perfide: Am nächsten Tag begrüßte der Angreifer das Mädchen mit den Worten: "Das war eine harte Nacht für dich!"

Mit Gruppenvergewaltigung geddroht

Als das Mädchen von den Taten erfuhr, die Jugendlichen offenbar auch bekannte eingeweiht hatten und ein Prozess drohte, sollen die Angreifer das Mädchen und Freunde teils mit Schlagring bedroht haben, um Aussagen zu verhindern. Dem vergewaltigten Mädchen wurde gar rassistisch eine Gruppenvergewaltigung angedroht. Bis fast zuletzt leugnete das Duo vor Gericht alles, nach dem Vorspielen der Handy-Aufnahmen und der Aussagen lenkten sie aber doch ein und gaben einen "Fehler" zu.

Der damals 16-Jährige wurde rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 1.200 Euro und einem jahr bedingter Haft verurteilt, der damals 15-Jährige ebenfalls rechtskräftig zu sieben Monaten bedingter Haft. Die heute 14-Jährige brach die Schule ab, befindet sich weiter in Therapie und ist noch immer schwer traumatisiert.

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