Bildungslandesrätin macht 11 Fehler in nur einem Brief

Juliane Bogner-Strauß, unter Türkis-Blau noch Familienministerin, hat nun die Bildungsagenden in der Steiermark übernommen. Sie selbst machte in einem Brief an Eltern gleich elf (!) Fehler.
Frau Doktorin Juliane Bogner-Strauß ist Molekularbiologin und Biochemikerin, ehemalige Familienministerin und nun steirische Bildungslandesrätin im Kabinett von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (VP). In dieser Funktion verfasste sie einen Brief, der die Chemie der Biochemikerin zu vielen Eltern – nun ja – wahrscheinlich nicht gerade verbessern dürfte.

Bogner-Strauß: "Große Herausforderungen"

In eben jenem Schreiben an Eltern und Erziehungsberechtigte nahm sie auf die Corona-Krise in Österreich Bezug und konstatierte staubtrocken, dass die aktuelle Situation uns alle vor große Herausforderungen stellt. "Dazu", so Bogner-Strauß, "zählt insbesondere auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie".

Elf Fehler auf 17 Zeilen

Diese ersten beiden inhaltsleeren Sätze gelangen noch unfallfrei, die folgenden fünf Absätze sind gespickt mit Rechtschreib- und Beistrichfehlern. Insgesamt sind es elf an der Zahl, Wortwiederholungen noch gar nicht mitgerechnet. Was besonders ins Auge sticht: Mit der Höflichkeit – pardon, der Höflichkeitsform – hat es die Dame offenbar nicht so: Gleich acht Schreibpannen gehen auf kleingeschriebene Anrede-Pronomen zurück.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Eltern werden stigmatisiert

Für großen Ärger bei vielen Eltern, die wieder zur Arbeit gehen müssen oder im Home Office kühlen Kopf bewahren sollen, sorgt die Passage, dass Kinder laut der Auffassung der steirischen Bildungslandesrätin "möglichst zu Hause" betreut werden sollen. Bogner-Strauß bittet daher, "dieses Angebot nicht leichtfertig anzunehmen". Dass damit – speziell am Land, wo jeder jeden kennt – Eltern, die ihren Nachwuchs dennoch in den Kindergarten bringen, stigmatisiert werden, tangiert die VP-Politikerin offenbar nicht sehr. "Falter"-Journalistin Barbara Tóth griff den Brief auf Twitter auf und kritisierte darüber hinaus die mangelnde Einheitlicheit in Österreich: "So schaut das dann konkret aus, wenn es keine bundesweiten verbindlichen Standards für die Corona-Betreuung im Kindergarten gibt."





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