Der Ansturm auf die Corona-Massentests hielt sich in Grenzen, auch wenn Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) betonen, dass sie mit der Aktion zufrieden sind. "Es ist noch weniger als ich vermutet hätte", so Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) gegenüber der "Kronen Zeitung". Er erinnert aber daran, dass Testungen nicht nur in der Stadthalle, in der Marxhalle und in der Messehalle stattgefunden haben und auch viele Menschen berufsbedingt immer wieder getestet werden.
Im Jänner soll die Bevölkerung erneut getestet werden. Um für höhere Teilnehmerzahlen zu sorgen, wird nun ein Belohnungssystem überlegt, etwa ein Gutschein über 50 Euro für alle, die sich testen lassen. Angesprochen werden sollen damit vor allem junge Menschen und Migranten, wurde den Landeshauptleuten bei einer gemeinsamen Videokonferenz mit der Bundesregierung Freitagabend kommuniziert. Die Kosten werde zur Gänze der Bund tragen, wurde dort versprochen.
Das Kanzleramt bestätigte auf "Heute"-Anfrage, dass an einem Anreizsystem gearbeitet werde. Wie dieses genau ausgestaltet wird und wer damit zum Test bewogen werden soll, sei derzeit noch Gegenstand von Beratungen.
Aus dem Bundeskanzleramt heißt es, man diskutiere einen Gutschein-Anreiz innerhalb der Regierung. Wenn man auf ein solches System setze, müsste es aber dem heimischen Handel zugute kommen. Man will also verhindern, dass Online-Giganten aus dem Ausland, also etwa Amazon, noch mehr von der Krise profitieren als ohnehin schon. Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (SPÖ) und Gesundheitsstadtrat Hacker hatten bereits geäußert, dass sie Gutscheine für vorstellbar halten.