Bereits zum vierten Mal fand am Wochenende der internationale Haydn-Wettbewerb für Klassisches Lied und Arie in Rohrau, dem Geburtsort der Brüder Joseph und Michael Haydn, statt. Der Wettbewerb richtete sich an junge Künstler aus aller Welt mit besonderer Begabung und Ausbildung im Bereich Liedgesang und Oper und setzt den inhaltlichen Schwerpunkt auf das Lied- und Arienrepertoire aus der Zeit der Wiener Klassik.
Die international zusammengestellte Jury rund um Vorsitzende Angelika Kirchschlager entschied sich dabei heuer für eine junge Ukrainerin als Gewinnerin. Sopranistin Nataliia Shumska setzte auf die dramatische und emotional interpretierte Arie „Perché se tanti siete“, traf damit wohl aus gegebenem Anlass den Nerv der Jury. Sie bekam ein Preisgeld von 8.000 Euro.
Die russische Sopranistin Mariia Alkhovik holte sich den zweiten Preis für 4.000 Euro. Auch den dritten Preis (2.000 Euro) holte sich mit Ekaterina Protsenko eine Russin. Sonderpreise gab es für den österreichischen Bariton Benjamin Sattleder zugesprochen, die amerikanische Sopranistin Natalie Weinberg und abchasische Bariton Said Gobechiya (Publikumspreis).
Gestiftet wurden die Preisgelder vom Land Niederösterreich, der Haydnregion Niederösterreich, der Marktgemeinde Rohrau, der Wiener Städtischen, den EVN und Alfred Dorfer.