Justiz ermittelt nach Terror gegen Verfassungsschützer

Gedenken an die Terror-Opfer in Wien.
Gedenken an die Terror-Opfer in Wien.picturedesk.com
Aufgrund von Verfehlungen im Vorfeld des Attentats vom 2. November hat sich die Justiz eingeschaltet.

Der Terroranschlag in Wien am 2. November 2020 wurde von den Behörden nicht verhindert. Ein Attentäter tötete vier Menschen und sich selbst, eine Untersuchungskommission bescheinigt dem österreichischen Verfassungsschutz schwere Verfehlungen.

Drei Beamte

Nun ermittelt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen mehrere Verfassungsschützer wegen möglicher Verfehlungen im Vorfeld des Attentats. Das berichtet der "Kurier". "Zumindest drei Beamte sind aktuell im Visier von Ermittlungen, darunter der ehemalige Leiter des LVT Wien. Auch ein weiterer hochrangiger LVT-Beamter ist unter den möglichen Verdächtigen, er wurde auch bereits vom Innenministerium an eine andere Dienststelle versetzt", heißt es.

Laut "Kurier" geht es unter anderem um Amtsmissbrauch, teilweise durch Unterlassung. Unter Berufung auf "gut informierte Kreise" schreibt die Zeitung, dass es mehrere Anzeigen gegeben hätte, darunter auch eine aus dem Innenministerium. Ob es auch Ermittlungen gegen Mitarbeiter des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung gibt, ist derzeit noch unklar. Offizielle Auskünfte gebe es in dieser Causa aktuell nicht.

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