Justizwachbeamte zwang Gefangene zum Sex

Bild: Heute

Hinter den dicken Mauern der Justizanstalt Wien-Josefstadt spielen sich manchmal schlimme Dinge ab. Um diese zu verhindern, gibt es eigentlich Justizwachbeamte. Einer von ihnen wurde im Sommer 2012 jedoch selber zum Täter. Er zwang eine Gefangene in zwei Fällen zu sexuellen Handlungen. Seine Haftstrafe wurde von einem Berufungsgericht nun um ein halbes Jahr verringert.

Der 42-jährige Justizwachebeamter galt unter seinen Kollegen als "Frauenversteher" und hörte auf den Spitznamen "Elvis". Bereits im September 2015 wurde er wegen Vergewaltigung und Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.
Er ging in die Berufung. Diese wurde nun vor dem Wiener Oberlandesgerichtshof verhandelt. "Ich bitte um ein mildes Urteil, dass ich meine Familie nicht ganz verliere", bettelte er vor dem Dreirichtersenat um eine Reduktion der Strafe.

Die Strafe wurde zwar um ein halbes Jahr verkürzt, bleibt aber für die volle Länge von drei Jahren "unbedingt". Das Gericht begründet das Urteil damit, dass der Angeklagte die "Zwangslage" seines Opfers ausgenützt und bei den Übergriffen "besonders demütigend" vorgegangen sei.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen