In den letzten Wochen dominierten Transfergerüchte rund um den 37-Jährigen die Schlagzeilen. Ronaldo wollte Manchester United trotz eines noch bis 2023 laufenden Vertrags verlassen, um auch in der kommenden Saison in der Champions League spielen zu können. Allerdings wurde der fünffache Weltfußballer zum Ladenhüter. Star-Berater Jorge Mendes bot Ronaldo beinahe jedem Topklub in Europa an, holte sich allerdings ausschließlich Absagen. Unter anderem von den Bayern, Chelsea, Paris St.-Germain oder Atletico Madrid. Ein Wechsel zu Jugendklub Sporting Lissabon kam nicht zustande.
Immer wieder wurden dabei dieselben Gründe genannt. Neben dem hohen Ronaldo-Gehalt befürchteten die Vereine, ein Ronaldo-Engagement könnte zu Konflikten in der Kabine führen.
Genau diese Konflikte dürfte es auch bei den "Red Devils" geben, berichten jedenfalls englische Medien. Demnach soll Ronaldo eine Meuterei mehrerer United-Spieler gegen Kapitän Harry Maguire angeführt haben. Schon in der letzten Saison stellte sich der Portugiese gegen seinen Kapitän, soll dem jetzigen ÖFB-Teamchef und damaligen United-Interimscoach Ralf Rangnick laut "The Athletic" sogar wörtlich gesagt haben: "Maguire ist Teil des Problems."
Nach einem Fehlstart in die Meisterschaft feierte United zuletzt drei Liga-Siege in Serie, schlug am Donnerstag auch das Tabellenschlusslicht Leicester City glanzlos mit 1:0. Auffallend dabei: Maguire saß bei allen drei Siegen nur auf der Bank. Rafael Varane und Lisandro Martinez bildeten das Innenverteidiger-Pärchen. Eine offizielle Begründung für die Maguire-Degradierung gab es bisher nicht, gut möglich aber, dass Ronaldo seine Finger im Spiel hat. Die Aufstellung im Liga-Hit gegen Arsenal (Sonntag, 17.30 Uhr) wird nun wohl besonders genau beäugt werden.
Ronaldo selbst muss sich ebenfalls mit einem Bankplatz begnügen, durfte nur gegen Brentford starten. In den letzten drei Spielen brachte es der Angreifer nur auf insgesamt 48 Einsatzminuten.