Kälte-Schock: "Nächte können jetzt lebensgefährlich sein"

Eislaufen auf der Alten Donau. Sie war zuletzt 2018 richtig zugefroren. (Archivbild)
Eislaufen auf der Alten Donau. Sie war zuletzt 2018 richtig zugefroren. (Archivbild)Willfried Gredler-Oxenbauer / picturedesk.com
Ab Donnerstag wird es kalt, sehr kalt! Arktis-Kälte strömt nach Österreich und bringt Dauerfrost. Für viele Menschen eine sehr gefährliche Situation.

Am Mittwoch bleibt der Tiefdruckeinfluss im Alpenraum bestehen und immer häufiger fällt Schnee. In der Nacht auf Donnerstag erfasst polare Kaltluft das Land. Vielerorts stellt sich damit nach neuerlichem Schneefall für einige Tage Dauerfrost ein. 

Bei teils stürmischem, eisigem Nordwind kommen am Donnerstag die Temperaturen kaum mehr über -8 bis 0 Grad hinaus, nur im Süden sind mit Nordföhn stellenweise bis zu +3 Grad zu erwarten. Bis zum Wochenende verschärft sich die Situation sogar noch. Die Experten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik haben für mehrere Tage Kälte-Warnungen ausgegeben. Wann und in welchen Regionen die Warnungen aufrecht sind, siehst du in der folgenden Diashow:

Eine solche Eiseskälte stellt für viele Menschen eine große Gefahr dar. Die Caritas Wien warnte am Mittwoch: "Die Nächte können jetzt lebensgefährlich sein". Die Streetworker der Hilfsorganisation sind derzeit verstärkt im Einsatz. Sie versorgen Menschen, die im Freien übernachten mit Tee, warmer Suppe und winterfesten Schlafsäcken. Oberstes Ziel ist es, die Menschen mit dem Kältebus in ein Notquartier zu bringen. Hier hat die Stadt Wien bereits angekündigt, die Bettenzahl weiter aufzustocken.

"Jeder Anruf kann jetzt Leben retten"

"Die gemeinsame Anstrengung von Stadt und Hilfsorganisationen ist gerade jetzt angesichts von Minusgraden wichtig", so Klaus Schwertner, Geschäftsführender Caritasdirektor der Erzdiözese Wien, am Mittwoch. Schwertner appelliert aber weiter an alle Wiener, die Nummer des Caritas Kältetelefons (01 / 480 45 53) im Handy zu speichern und anzurufen, wenn Menschen Hilfe brauchen.

"Ganz gleich wie viele Notquartiere es in Wien gibt: Es gibt immer auch Menschen, die auf der Straße schlafen. Und für diese Menschen könnten die nächsten Tage und Nächte lebensgefährlich sein. Jeder Anruf beim Caritas Kältetelefon kann jetzt Leben retten!", so Schwertner. "In anderen Städten Europas sind obdachlose Menschen in den vergangenen Wochen bereits erfroren. Unser erklärtes Ziel lautet, genau das in Wien zu verhindern!"

Weitere Arten wie jetzt jede und jeder helfen und Wärme schenken kann, stellte die Caritas per Aussendung vor: So gibt es ein Gruft-Winterpaket um 50 Euro, das einen winterfesten Schlafsack beinhaltet. Auch durch Einkäufe im Caritas-Shop könne direkt geholfen werden. 

Die detailgenaue Wetterprognose für über 50.000 Orte weltweit findest du auf wetter.heute.at

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