Kärntner nahm Kredit auf, um Betrügerin zu unterstützen

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Download von www.picturedesk.com am 10.05.2021 (14:28). Hands countong stack of money, cropped - 20140731_PD10282 - Rechteinfo: Rights Managed (RM) Model ReleasedFrédéric Cirou / PhotoAlto / picturedesk.com
Liebe macht blind und naiv. Das bemerkte nun auch ein 59-Jähriger, der wegen einer vermeintlichen Offizierin eine sechsstellige Summe verloren hat. 

Erneut ist es in Österreich zu einem Liebes-Betrug gekommen. Das besonders Bittere an diesem Fall: Nicht nur, dass der Betroffene (59) sein gesamtes Eigenkapital verlor, nahm er sich auch einen Kredit auf, um seinem Online-Date bei der Beschaffung eines "Investitionsgewinns" zu helfen. Mittlerweile konnte die Polizei die Verdächtige (37) auf Grund einer Falle schnappen. Aber der Reihe nach...

Der 59-jährige Mann aus Klagenfurt wurde Anfang Juni 2020 in den sozialen Medien von einer angeblichen amerikanischen Offizierin kontaktiert. Es entstand ein reger Schriftverkehr, wobei dem Mann eine Beziehungsabsicht vorgetäuscht wurde. Im Laufe der über mehrere Monate andauernden Konversation erzählte die vermeintliche Offizierin dem Mann von einem Geldgeschäft, bei welchem sie einen Betrag von 4,5 Mio. US-Dollar erwirtschaftet hätte. Sie würde allerdings die finanzielle Unterstützung des Mannes benötigen, da vorab Unkostenzahlungen zu leisten seien, um das Geld nach Österreich zu schaffen.

Klagenfurter nahm mehrere Kredite auf

Infolgedessen tätigte der Mann mehrere Überweisungen. Er wurde zur Abwicklung der Zahlungen von zwei weiteren unbekannten Telefonnummern kontaktiert. Außerdem kam es laut Polizeiangaben zu mehreren persönlichen Geldübergaben an unbekannte Personen. Insgesamt leistete der Mann Zahlungen in der Höhe von mehreren hunderttausend Euro. Er investierte sein gesamtes Eigenkapital, nahm mehrere Kredite auf und borgte sich unter anderem Geld von Bekannten.

Als sich der Mann immer mehr Geld borgte und nicht mehr in der Lage war, dieses zurückzuzahlen, vertraute er sich Freunden an. Diese machten ihn darauf aufmerksam, dass es sich um einen Betrug handeln könnte und rieten ihm dazu, die Polizei zu verständigen. Am 1. Juni 2021 erstattete der Klagenfurter Anzeige.

Im Wissen der Polizei stand der Mann weiterhin in Kontakt mit der vermeintlichen Dame und verabredete sich zu einer weiteren Geldübergabe in Wien am 1. Juli 2021. Bei der Scheinübergabe konnte eine 37-jährige Nigerianerin bei der Übernahme des Geldes auf frischer Tat betreten und festgenommen werden. Sie befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Weitere Ermittlungen folgen.

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