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Kaffeehäuser servieren Lesungen zur Melange

Heute Redaktion
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Für Berndt Querfeld (Obmann der Wiener Kaffeehäuser, re.) und Martin Krafl (EUNIC Austria-Präsident) gehören der Muntermacher und Literatur zusammen. Deshalb gibt es zum "Tag des Kafees" am 1. Oktober Lesungen zur beliebten Melange.

Für Berndt Querfeld (Obmann der Wiener Kaffeehäuser, re.) und Martin Krafl (EUNIC Austria-Präsident) gehören der Muntermacher und Literatur zusammen. Deshalb gibt es zum "Tag des Kafees" am 1. Oktober in vielen Wiener Kaffeehäusern Lesungen zur beliebten Melange (200.000 Tassen werden täglich getrunken).

Alle Lesungen beginnen jeweils um 19 Uhr:


Im Café Schwarzenberg liest Zdenka Hartmann Auszüge aus dem tschechischen Roman "Die Abenteuer des guten Soldaten Svejk im Weltkrieg" sowie einen Text des spanischen Autors Camilo José Cela ("Der Bienenkorb").
Im Café Landtmann präsentiert Paul Matic Ljudmil Auszüge aus Stojanovs bulgarischen Erzählungen "Die Barmherzigkeit des Mars" sowie einen Text aus dem historischen Roman "Gedenke des Zaren" des slowakischen Autors Anton Hykisch
Im Café Museum trägt Schauspieler Stefan Fleming "Die Offizierskammer" des französischen Autors Marc Dugain und im Anschluss einen Auszug aus Tolstois bekanntem Werk "Krieg und Frieden" vor.
Das Café Korb lockt mit dem portugiesischen Autor Fernando Pessoa (Gedichte und Prosatexte) sowie den beiden zypriotischen Autoren George Philippou Pierides und Gürkan Uluchan ("In Erwartung", "Ungewissheit". "Das Achna - Quartett"), alle gelesen von Karin Lischka
Im Café Griensteidl haben sich Deutschland und Litauen zusammengetan: Auf Julia Frank ("Lagerfeuer) folgt Sigitas Parulskis ("Drei Sekunden Himmel"), beide vorgetragen von Hans Dieter Knebel
Rumänien und Kroatien stehen im Café Restaurant Weimar im Mittelpunkt: Robert Reinagl liest "Der Wald der Gehenkten" (Liviu Rebreanu; Übersetzung von Georg Aescht) und "Der kroatische Gott Mars - Kriegsnovellen" (Miroslav Krleza)
Das Polnische Institut und die Botschaft des Königreichs Norwegen zeichnen für die im Café Ministerium gelesene literarische Auswahl verantwortlich: Konstanze Breitebner trägt Texte von Ryszard Kapuscinski ("Ein Paradies für Ethnographen") und Lars Saabye Christensen ("Der Halbbruder") vor
Die bekannte Schauspielerin Nicole Beutler wiederum liest im Café Sperl "Die rote Linie" (Blaise Cendrars, Schweiz) und Auszüge aus "Schönheit und Schrecken: Eine Geschichte des Ersten Weltkriegs, erzählt in neunzehn Schicksalen" (Peter Englund, Schweden).
Im Café Prückel liest Chris Pichler Texte der georgischen Schriftstellerin Tamta Melaschwili und des Österreichers Egyd Gstättner. Als besonderes "Zuckerl" wird diese Lesung musikalisch untermalt.

 

Wussten Sie eigentlich schon,

dass der Begriff "Kaffee" aus dem Arabischen kommt und sich auf die Landschaft Kaffa im Südwesten von Äthiopien bezieht, wo der Kaffeebaum seit jeher gedieh? Nach der Marktbedeutung wird heute zwischen Coffea arabica und Coffea rubusta differenziert. Der Hochlandkaffee Arabica gedeiht ab einer Seehöhe von 800 Meter und macht rund zwei Drittel der Welternte aus. Der Anteil von Robusta-Kaffees, Anbau unter 800 Meter, beträgt rund ein Drittel. In Österreich sind sowohl der hochwertige Arabica wie auch Robusta samt Mischungen aus den beiden Pflanzen erhältlich.
Nach historischen Aufzeichnungen drang der Kaffee von der arabischen Halbinsel nach Persien vor. Schriften des persischen Arztes Al-Razi belegen, dass ungeröstete Bohnen um 900 n. Chr. als medizinisches Heilmittel

eingesetzt wurden. Die positive Wirkung des Koffeins wurde erstmals in der Schrift "Kanon der Medizin" vom persischen Arzt und Philosoph Avicenna um 1015 dokumentiert. Der Durchbruch zum Genussmittel erfolgte um 1510 in Ägypten. 1554 etablierte sich das Kaffeetrinken mit dem Entstehen der ersten Kaffeehäuser in den Handelsstätten Damaskus und Aleppo (Nordsyrien).

In Europa entstanden die ersten Kaffeehäuser Mitte des 17. Jh.: 1647 Venedig, 1652 London, 1660 Paris und 1677 Hamburg. Acht Jahre danach öffnete in Wien das erste Kaffeehaus.