Vincent Kriechmayr schließt die Abfahrtssaison mit einem Sieg in der Königsdisziplin ab. Der Oberösterreicher gewinnt am Mittwoch in Courchevel vor dem Schweizer Marco Odermatt und dessen Landsmann Beat Feuz.
Feuz verpasst in der finalen Saisonabfahrt seine fünfte kleine Kristallkugel in dieser Disziplin. Der viertplatzierte Aleksander Aamodt Kilde reiste mit 23 Punkten Vorsprung als Führender zum Weltcupfinale, darf sich über sein erstes Abfahrts-Kristall freuen.
Kilde über die spannende Entscheidung: "Es war unglaublich. Nur drei Zehntel – und es reicht um 13 Punkte. Es war ein Kampf bis zum letzten Rennen. Das finde ich richtig geil. Jetzt stehe ich mit zwei Kugeln da. Das ist ein Traum. Mehr geht einfach nicht. Ich bin richtig glücklich."
Kriechmayr setzt sich mit Startnummer elf und 0,34 Sekunden Vorsprung auf Odermatt, 0,54 Sekunden auf Feuz durch. ÖSV-Ass Daniel Hemetsberger wird starker Fünfter (+1,31).
Kriechmayr: "Es war eines der anstrengendsten Rennen, die ich je gefahren bin. Oben ist mir doch ein Traumlauf gelungen. Ich habe versucht, nach einer schwierigen Saison zu zeigen, was ich drauf habe. Das ist mir gelungen."
Kriechmayr über Kollege Matthias Mayer: "Schade, dass er sich niedergelegt hat. Schade, dass es mit dem dritten Platz und der Kugel nicht geklappt hat. Aber er hat trotzdem eine unglaubliche Saison geliefert. Wir können glaube ich alle stolz sein." Mayer wird mit 2,1 Sekunden Rückstand Zwölfter. Vor Courchevel hatte der dreifache Olympiasieger in der DIsziplinenweltcup 84 Punkte Rückstand auf Kilde, also noch minimale Chancen auf Kristall.
Vor Mayer wird Daniel Danklmaier als Neunter drittbester Österreicher (+1,76). Die weiteren ÖSV-Stars: 14. Otmar Striedinger (+2,22), 15. Max Franz (+2,3).