Kampf um freies Hongkong erreicht Wien

Bei einer Kundgebung kam es zu Rangeleien; Demonstranten klagen über Drohungen durch pro-chinesische Aktivisten.
Bei den Protesten in Hongkong, die sich gegen den wachsenden Einfluss Chinas richten, wurden in den letzten Wochen zahlreiche Demonstranten und Sicherheitskräfte verletzt"Heute" berichtete. Jetzt erreicht der Konflikt um die Autonomie der Sonderverwaltungszone auch Wien.

Demonstranten bedroht

Die Facebook-Gruppe "Stand with Hong Kong Vienna" organisiert an den Wochenenden Solidaridätskundgebungen auf der Mariahilfer Straße. Mehrmals kam es dabei zu Reibereien mit anders denkenden Chinesen.

"Schon als wir dort ankamen, wurden wir umringt und konnten unsere Banner und Plakate nur schwer aufstellen", sagt ein Mitglied der Community zu "Heute". "Nach einigen Momenten wurde die Sache immer hitziger, bis die Polizei einen Wall um uns bildete, damit wir in Frieden demonstrieren konnten." Außerdem hätten die Gegendemonstranten damit gedroht, "dass sie Fotos von uns an die chinesische Regierung und die Botschaft in Wien weiterleiten würden".

Polizei trennte Gruppen

Auch die Wiener Polizei bestätigt die Konfrontation. "Die Stimmung war durchaus angespannt, es kam zu vereinzelten kleineren Rangeleien", so eine Sprecherin, Anzeigen wegen strafbarer Handlungen habe es aber nicht gegeben.

Die Demonstranten wollen sich jedenfalls nicht einschüchtern lassen, und werden auch in Zukunft für die Anliegen der Bevölkerung Hongkongs auf die Straße gehen: "Die Chinesen kämpfen so vehement gegen uns, weil sie glauben, dass wir die vollständige Unabhängigkeit von China wollen", versuchen sie die aufgereizte Stimmung zu erklären. "Das stimmt aber nicht. Wir wollen das Zwei-Regierungssystem beibehalten und, dass unsere Forderungen an Miss Carry Lam umgesetzt werden."



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