Am letzten Oktoberwochenende ist es wieder so weit: In der Nacht auf den 25. Oktober werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Aus 3 Uhr wird 2 Uhr - die Winterzeit beginnt. Doch während in Europa weiter darüber diskutiert wird, ob man das halbjährliche Drehen an der Uhr abschaffen soll, hat eine kanadische Provinz nun Nägel mit Köpfen gemacht.
British Columbia an der kanadischen Westküste hat am 8. März 2026 zum letzten Mal die Uhren vorgestellt. Wenn Anfang November in weiten Teilen Kanadas die Winterzeit beginnt, bleiben die Uhren in Vancouver unverändert stehen. Künftig gilt dort ganzjährig die gleiche Zeit.
Wie es bei chip.de heißt, begründet die Provinz den Schritt unter anderem mit weniger Belastungen für Familien und einer einfacheren Planung für Unternehmen. Die EU kommt hingegen nicht voran: Bereits 2018 hatte die EU-Kommission vorgeschlagen, den halbjährlichen Wechsel zu beenden. Das EU-Parlament unterstützte das Vorhaben 2019 - seitdem steckt die Reform jedoch fest.
Sollte die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft werden, wäre laut Forschern die dauerhafte Winterzeit die gesündere Variante. Vor allem das morgendliche Licht sei wichtig, um die innere Uhr, den Schlaf und die Stimmung zu stabilisieren. In Umfragen spricht sich zwar oft eine Mehrheit für die Sommerzeit aus - wegen der langen Sommerabende.
Doch frühe Dunkelheit am Morgen könnte vor allem im Winter problematisch sein. Die USA versuchten bereits 1974 eine dauerhafte Sommerzeit, nahmen dies aber innerhalb eines Jahres wieder zurück. Auch Russland kehrte 2014 nach nur drei Jahren von der permanenten Sommerzeit ab. Zahlreiche Länder haben die Zeitumstellung bereits abgeschafft, darunter Island, Brasilien, Iran und Paraguay.