Aus den geplanten Russland-Konzerten von Kanye West wird nichts. Der Moskauer Veranstalter Say Agency gab via Telegram bekannt, dass die Shows am 10. und 11. Oktober in der Gazprom-Arena nicht stattfinden werden.
Mehr als 80.000 Tickets sollen bereits verkauft worden sein - zu Preisen zwischen rund 100 und 1700 Euro. Die Rückerstattung soll ab dem 12. Oktober starten.
Wie es bei Raptastisch heißt, ermitteln russische Behörden nun gegen den Veranstalter wegen möglichen Betrugs. Die Wirtschaftszeitung Kommersant berichtete, der Schaden könne sich auf 15 bis 20 Millionen Euro belaufen.
Schon im Vorfeld gab es Gegenwind aus der russischen Politik. Ein Abgeordneter forderte, der Rapper müsse zuerst seine "moralische Unterstützung" für den Krieg gegen die Ukraine erklären. Ultranationalistische Gruppen kündigten zudem Prüfungen der Songtexte an.
Politiker Vitali Milonov ging noch weiter: "Statt seiner Setlist soll er russische Lieder spielen", zitierte ihn die BBC. Die Gazprom-Arena hatte bereits erklärt, es gäbe keine unterschriebenen Verträge für die Auftritte.