Kanzler Kurz: "Türkei versucht, Unfrieden zu säen"

Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wirft der Türkei vor, "Unfrieden" zu säen.
Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wirft der Türkei vor, "Unfrieden" zu säen.picturedesk.com
Nach den Ausschreitungen bei Demos in Wien-Favoriten ist die Stimmung zwischen Österreich und der Türkei schlecht. Kanzler Kurz legt nun nach.
von
Stephan Hofer

Der türkische Botschafter in Wien wurde am Montag ins Außenministerium zitiert. Dort wurde die Türkei dazu angehalten, auf türkische Vereine in Österreich einzuwirken. Sie sollen mit den Behörden zusammen arbeiten, um Drahtzieher und Aufstachler hinter den Attacken der faschistischen "Grauen Wölfe" auf Demos in Wien zu identifizieren. Die Regierung in Ankara reagierte und bestellte den österreichischen Botschafter ein, um "Polizeigewalt gegen türkischstämmige Österreicher" zu kritisieren. 

"Das muss ein Ende haben"

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wies diesen Vorwurf "aufs Schärfste" zurück. Er wirft der Türkei vor, "Unfrieden zu säen" und in Österreich für ihre eigenen Interessen "Stimmung zu machen". Aus Sicht des Kanzlers ist das ein "Missbrauch der Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Europa leben".

Man habe den Botschafter einbestellt, um klarzumachen, "dass es ein Ende haben muss, dass die Türkei versucht, auf die Menschen hier in Österreich Einfluss zu nehmen, und diese auch für ihre Konflikte instrumentalisiert", sagte Kurz am Dienstag gegenüber Journalisten.

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