"Beunruhigt, schockiert" – erstes Kanzler-Statement seit Wochen

Nehammer verurteilte den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erneut. 
Nehammer verurteilte den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine erneut. ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com
Nach dem Raketeneinschlag in Polen meldet sich nun auch Kanzler Karl Nehammer zu Wort. Er zeigte sich betroffen von den jüngsten Ereignissen. 

Am Dienstagabend überschlugen sich die Ereignisse. Nach Meldungen über einen Raketeneinschlag in Polen, unweit der ukrainischen Grenze, versetzte das NATO-Land seine Streitkräfte in Alarmbereitschaft. Auch bei dem Verteidigungsbündnis laufen seither die Drähte heiß. Denn Berichten zufolge stammt die Rakete aus russischer Produktion.

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Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zeigte sich nun am Mittwoch im Pressefoyer nach dem Ministerrat zutiefst betroffen über die Einschläge und Polen. Er sei "beunruhigt und schockiert". Der Kanzler sprach vor Journalisten von "einer fehlgeleiteten ukrainischen Abwehrrakete", die in Folge der russischen Raketenangriffe abgefeuert wurde.

Bei den vergangenen russischen Angriffen seien auch zivile Ziele bewusst ins Visier genommen worden. "Das sind Kriegsverbrechen", verurteilte Nehammer die Angriffe. "Österreich wird sich so rasch als möglich dafür einsetzen, dass es einen Waffenstillstand gibt", so Nehammer.

Nehammer plädiert für Besonnenheit

Es sei nun richtig und wichtig, dass besonnen reagiert wurde. "Die Besonnenheit ist Gerade in Zeiten des Krieges ein Gebot der Stunde. 

"Je länger dieser Krieg dauert, desto eher kann es zu Handlungen kommen die eskalieren", so Nehammer. Man werde sich nun der Aufklräung widmen. Um 10 Uhr gibt es eine Sondersitzung der NATO-Staaten. Österreich habe durch das Heeresnachrichtenamt eine exzellente Aufklärung erhalten und sei in Verbindung mit der NATO.

Nach Angaben des polnischen Außenministeriums handelt es sich um eine Rakete aus russischer Produktion. Die Rakete schlug am Dienstagnachmittag auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs in Przewodow ein – einem Dorf ganz im Osten des Landes, keine zehn Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt. Zwei polnische Staatsbürger starben dabei.

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