Politik

Flug-Troubles vor Kanzler-Reise ins Königreich

Anlässlich 240 Jahren bilateraler Beziehungen zu Marokko reist Bundeskanzler Karl Nehammer am Montag mit dem Innenminister nach Marrakesch.

Clemens Oistric
Erster österreichischer Kanzler in Marokko: Karl Nehammer
Erster österreichischer Kanzler in Marokko: Karl Nehammer
IMAGO, iStock – "Heute"-Montage

Ein Königreich für den Kanzler! Montagvormittag hebt Karl Nehammer mit Innenminister Gerhard Karner (beide VP) und Generalsekretär Peter Launsky-Tieffenthal nach Marokko ab. Mittels AUA-Direktflug geht es nach Marrakesch, wo der Kanzler von Regierungschef Aziz Akhannouch und Ehrengarde empfangen wird. Die Vorbereitungen des Trips waren nichts für schwache Nerven: Trotz Reservierung fanden Teile der Delegation keinen Platz in der überbuchten Austrian-Maschine. Sie reisen nun via Genf an. 

"Kampf gegen illegale Migration"

Montagnachmittag sind für Nehammer – ohne Medienbegleitung – Networking und ein privates Abendessen mit Regierungschef Akhannouch in Casablanca geplant. Themen der Gespräche sollen laut Kanzleramt etwa die Beziehungen zwischen der EU und Marokko, der gemeinsame Kampf gegen die illegale Migration, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie regionale Fragen darstellen.

Besuch eines Mausoleums

Auf den Rest der österreichischen Delegation (also Medien und Wirtschaftstreibende) trifft Nehammer erst spätabends in Rabat. In der Hauptstadt besucht er tags darauf das Mausoleum König Mohameds (er führte das das 37-Millionen-Einwohner-Land in die Unabhängigkeit), legt einen Kranz nieder und wird sich in das Goldene Buch eintragen. Dienstagvormittag sind auch Pressestatements angesetzt.

Auch Wirtschaftskammer dabei

Darüber hinaus ist ein Firmenbesuch des Bundeskanzlers beim Werk der Firma Hirschmann Automotive in Kenitra (rund 2000 Beschäftigte) vorgesehen, wo elektrische sowie elektronische Bauteile und Baugruppen für die Automobilindustrie hergestellt werden. Hochrangige Vertreter der Wirtschaftskammer (WKÖ) streben vor Ort eine Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem Generalverband marokkanischer Unternehmen (CGEM) an. Großes Potenzial ortet man in Nordafrika auf dem Gebiet von Erneuerbaren und grünem Wasserstoff.

Innenminister Gerhard Karner
Innenminister Gerhard Karner
Helmut Graf

Innenminister Gerhard Karner wiederum nützt die Reise, um seinen Amtskollegen – Innenminister Abdelouafi Laftit – zu einem Arbeitsgespräch zu treffen. Generalsekretär Peter Launsky-Tieffenthal wird mit seinem Amtskollegen Generalsekretär Fouad Yazour zusammentreffen.

3-Tages-Trip in die Wärme

Als Österreich 1783 diplomatische Beziehungen mit Marokko aufnahm, war in Wien übrigens Kaiser Joseph II. an der Macht. Mittwochabend wird Bundeskanzler Karl Nehammer in Wien zurückerwartet. Er regiert im Jahr 2023 freilich eine nach demokratischen Wahlen gebildete Koalitionsregierung …

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