Kapsch streicht beleidigt Konzerthaus-Unterstützung

In der Konzerthaus-Direktion fliegen momentan die Fetzen: Mitglieder treten zurück, der Hauptsponsor streicht beleidigt das Geld und ein neuer Direktor war zwar schon gefunden, zog die Kandidatur aber wieder zurück.
Er soll unqualifiziert sein.

Konzerthaus-Präsidentin Theresa Jordis verstarb im Herbst. Seitdem sucht das Traditionshaus in Wien-Landstraße einen neuen Chef. 25 Leute in der Direktion sind wahlberechtigt und die Mehrheit, nämlich 13, hatte sich auch schon für einen Nachfolger entschieden. Wie "News" berichtet, hätte Direktions-Mitglied und Notenbank-Präsident Claus Raidl den Job bekommen sollen.

Da legte sich aber Direktions-Mitglied Georg Kapsch quer. Der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) ist gleichzeitig mit seiner Firma Kapsch auch der Hauptsponsor. Er will Raidl nicht, laut Kapsch ist der IV-Präsi unqualifiziert. Den Geldgeber zu verärgern kommt dem Konzerthaus teuer zu stehen. Kapsch ist die Mehrheit im Direktorium egal. Kandidat Raidl zog seine Kandidatur zurück. Trotzdem will Kapsch dem Konzerthaus den Geldhahn zudrehen. Zwei Jahre laufen die Verträge mit dem Konzerthaus noch, dann ist es mit dem Geldsegen vorbei.

Auch in der Direktion tut sich einiges. Gleich mehrere der 25 Mitglieder kündigten an, dass sie den Job hinwerfen wollen. Mit dabei: Kapsch selbst und Ex-Konzerthaus-Intendant Karsten Witt.

Erst im September ließ der damals neue Intendant Matthias Naske aufhorchen, als er lautstark verkündete, das . Im Budget fehlten sechs Millionen Euro.

APA/red.
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