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Kaputte Eis-Anlage: Caps weichen nach Bruck/Leitha aus

Eine defekte Sonde zwinge die spusu Vienna Capitals zu weiten Unwegen! Weil die Eis-Anlage kaputt ist, stehen jetzt Reisen am Trainingsplan.

Eis-Ärger bei den Vienna Capitals (l. Rafael Rotter)
Eis-Ärger bei den Vienna Capitals (l. Rafael Rotter)
GEPA

Nach 29 Jahren hatte die Eisanlage in der Steffl Arena genug. Bei einer geplatzten Schweißnaht trat Ammoniak aus, darauf folgte die Notabschaltung – was zur Folge hatte, dass eine Sonde überhaupt den Geist aufgab. Problem: Wegen des Alters der Anlage sind Ersatzteile nicht zu bekommen. "Wir versuchen jetzt, die Sonde nachbauen zu lassen", erklärt Caps-Manager Franz Kalla. 

Doch was passiert in der Zwischenzeit? Tatsache ist: Die Eisfläche in Kagran ist bis auf weiteres nicht vorhanden. Wann sie wieder in Betrieb gehen kann, ist derzeit nicht absehbar. Den Nachwuchs hat der Klub auf anderen Eisflächen in Wien untergebracht, so wird teilweise um 6.00 Uhr morgens (!) am Eisring Süd trainiert. "Aber für die Kampfmannschaft haben wir in Wien keine geeigneten Trainingszeiten am Vormittag bekommen", verrät Kalla "Heute".

Die Folge: Ab sofort weichen Rafael Rotter und Co. für die tägliche Arbeit auf dem Eis nach Niederösterreich aus. Genauer gesagt nach Bruck an der Leitha. 40 Kilometer hin, 40 Kilometer zurück. Derzeit sind die Caps zwar noch auf "Auswärtstour" (das nächste Heimspiel ist vorerst für den 1. November gegen Graz geplant), die Vorfreude auf das "Pendel-Training" hält sich beim Klub aber in Grenzen.

"Wir werden jedem Tag gemeinsam mit dem Bus hin und retour fahren", erklärt Kalla. "Insgesamt entstehen uns Mehrkosten von bis zu 3.000 Euro am Tag." Bereits gekaufte Tickets für abgesagte Heimspiele behalten ihre Gültigkeit. Für den Moment behelfen sich die Caps damit, das Heimrecht mit dem jeweiligen Gegner zu tauschen.

Ob die der Klub den entstandenen Schaden von der Stadt Wien, die ja Eigentümerin der Steffl-Arena ist, zurückbekommt? "Eventueller Schadenersatz ist jetzt nicht unser Hauptaugenmerk", so Kalla. "Wichtiger ist, dass wir eine funktionsfähige Anlage haben. Wir stehen dazu im Austausch mit der MA51." Fest steht: Das wird teuer. Die Stadt investierte 2021 bereits 140.000 Euro in die Anlage, weitere 150.000 Euro sollen bald folgen. Der Austausch der vier Kühlmaschinen würde sogar 1,5 Millionen Euro kosten.

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    Wer dopt, und warum? Die Ausreden reichen von kurios bis absurd.<i> "Heute"</i> hat eine Auswahl der besten Begründungen.
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    (Bild: GEPA-pictures.com)
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