Alter Baum gefällt: SPÖ kritisiert Bürgermeister

In Langenzersdorf (Bez. Korneuburg) sorgt derzeit ein gefällter Baum für Ärger: Die SPÖ spricht von "Baummord" und will Erklärungen.

Skurriles Bild zuletzt in Langenzersdorf: Auf einem Baumstumpf stehen zahlreiche Friedhofskerzen und davor ein Schild mit Trauerbekundung. Der riesige Baum, der hier einst stand, wurde vor einigen Tagen gefällt. "Dieser Baum war eine Besonderheit, ein in dieser Größe seltenes Exemplar und im Umkreis der Größte seiner Art. Es ist uns völlig unerfindlich von wem und warum dieser Baum einfach umgeschnitten wurde", sagt Christoph Baumgärtel von der SPÖ Langenzersdorf.

Er fordert eine Erklärung der in der Marktgemeinde amtierenden ÖVP: "Wir erwarten vom Bürgermeister Klarheit wer diese verrückte Maßnahme angeordnet hat. Einfach ohne Information und Grund so einen uralten Baum umschneiden, geht sicher nicht. Da wird man uns Rede und Antwort stehen müssen", sagt Baumgärtel. "Alle wundern sich, wer für so einen Wahnsinn verantwortlich ist."

Bürgermeister nimmt Stellung

Gegenüber "Heute" erklärt VP-Bürgermeister Andreas Arbesser die "verrückte" Maßnahme: "Natürlich wurde das von uns angeordnet. Die letzte Prüfung ergab, dass der Baum einen Wurzelschaden hat. Was, wenn er dann einfach umgefallen wäre und vielleicht jemanden erschlagen hätte, weil wir ihn trotzdem stehen ließen? Wir lassen so einen Baum doch nicht ohne Grund einfach fällen, das ist ja auch alles andere als billig."

Wenig Verständnis hat der Jurist für die Aktion der SPÖ: "Dass wir die Maßnahme nicht angekündigt haben stimmt, aber sollen wir jetzt jedes Mal, wenn ein Baum gefällt wird, ein Rundschreiben ausschicken? Herr Baumgärtel hat sich diesbezüglich nie bei mir gemeldet oder um eine Erklärung gefragt. Es ist ja auch nicht so, dass wir nur Bäume fällen, wir pflanzen laufend neue." (M. Nowak)

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