Kardinal Schönborn dankt pflegenden Angehörigen

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.Helmut Graf
Der Lockdown trifft viele Gruppen besonders hart – so auch die Menschen mit Demenz. Kardinal Schönborn dankt den Angehörigen, die sich um sie kümmern.

Eine Gruppe wird gerne vergessen: Menschen mit Demenz. In Österreich sind es geschätzt 130.000, Tendenz stark steigend. Die meisten von ihnen werden zu Hause von ihren Angehörigen versorgt. Keine leichte Aufgabe, oft neben Familie und Beruf. Es ist schmerzlich mitanzusehen, wie sich Eltern, der Partner oder die Partnerin im Alltag nicht mehr zurechtfinden. Sie ziehen sich in ihre eigene Welt zurück. Die Erinnerungen verblassen, bis irgendwann die eigene Familie nicht mehr erkannt wird. Die Betreuung kostet enorm viel Kraft, Ausdauer und Geduld.

Wenig Hilfe für Angehörige 

Gerade in Corona-Zeiten fühlen sich viele Pflegende alleingelassen mit der Sorge um ihre dementen Angehörigen. Sie leiden besonders unter Lockdown und Kontaktbeschränkungen. Viele fühlen sich isoliert. Sozialer Austausch findet kaum statt. Der Mangel an Anregung beschleunigt oft den Krankheitsverlauf. Die Angehörigen von Menschen mit Demenz haben selten eine Auszeit, um neue Kräfte zu sammeln. Doch stellen wir dankbar fest, dass das Thema zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit findet. Es kann auch einmal unser Schicksal sein. Großer Dank gilt deshalb allen, die mit viel Hingabe, Liebe und Humor Menschen mit Demenz begleiten!

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