Wien

Kardinal Schönborn: Die Schule des Lebens

Kinder und Jugendliche kehren langsam in ihren Schulalltag zurück. Kardinal Schönborn reflektiert über die vergangenen Corona-Maßnahmen der Regierung.
Christoph Kardinal Schönborn
01.09.2022, 21:17
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Am Montag ist es so weit. Im Osten Österreichs beginnt ein neues Schuljahr. Für Kinder und Eltern ist vieles davon neu. Der allererste Schultag überhaupt ist ein großer Einschnitt im Leben der Kleinen. Schulwechsel bei Größeren bedeutet erste Schritte in Richtung Berufswahl.

Fast normaler Alltag

Vor allem aber: (Fast) normaler Schulalltag nach zwei schweren Corona-Jahren heißt keine Masken mehr, einander ins Gesicht schauen können, Freunde sehen und neue Freunde finden, keine Quarantäne, keine geschlossenen Klassen.

Rückblick auf die Maßnahmen

Waren all die Maßnahmen wirklich notwendig, die das Leben der Kinder und Jugendlichen zum Teil schwer belastet haben? Wissenschaftliche Studien untersuchen die Auswirkungen der Pandemie auf die jungen Menschen. Ich meine, im Nachhinein ist es immer leicht, gescheiter zu sein. Ich beneide die Verantwortlichen nicht, die schwerwiegende Entscheidungen zu treffen hatten.

Man wirft der Politik vor, sie habe einen Zick-Zack-Kurs gefahren. Dabei wird vergessen, dass das Virus mit uns Zick-Zack gespielt hat. Es ist gut, kritisch zurückzuschauen, um aus Fehlern zu lernen. Noch wichtiger ist es jetzt, gemeinsam nach vorne zu schauen. Wir gehen alle in die Schule des Lebens.

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