Kardinal Schönborn über den Valentinstag

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.(Bild: Helmut Graf)
Anlässlich des Valentinstages erinnert Kardinal Schönborn daran, wie wichtig Gesten der Liebe sind und verrät, wie man eine Liebe frisch halten kann. 

Am Sonntag ist Valentinstag. Weltweit begangen als Tag der Liebenden. Heuer freilich unter Corona-Bedingungen. Ist die Liebe stärker als das Virus? Zweifellos. Sie ist ja sogar stärker als der Tod. Zum Valentinstag gehören die Blumen. "Durch die Blume" sagen sich die Liebenden, wie sehr sie sich gegenseitig schätzen. Die Blumen vergehen. Aber die Liebe will bleiben. Sie sucht deshalb immer neue Zeichen, dass sie lebt. Es genügt ja nicht, einmal zu sagen: Ich liebe dich! Es braucht viele kleine, bestätigende Gesten und Worte, Tag für Tag.

Liebe beruht auf Geduld und Behutsamkeit

In dieser schwierigen Zeit, die uns allen mehr und mehr auf die Nerven geht, sind Zeichen der Liebe besonders wichtig. Da kann es helfen, bewusster auf das Kleingeld der Liebe zu achten: die Geduld mit dem anderen, die Behutsamkeit in den Worten, die Bereitschaft, einander zu verzeihen. Papst Franziskus sagt: Drei Worte halten die Liebe frisch: Danke! Bitte! Verzeih!

Der heilige Valentin, ein Bischof im 3. Jahrhundert, gilt als Patron der Verliebten und Brautleute. Er hatte offensichtlich Freude an den Liebenden und hat sich sehr für sie eingesetzt. Denn was gibt es Schöneres, als einander zu zeigen: Es ist wunderbar, dass es dich gibt!

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