Kardinal Schönborn über die Heiligen des Himmels

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.(Bild: Helmut Graf)
Kurz vor Allerheiligen beschäftigt sich Kardinal Schönborn mit der Frage, wer denn die Heiligen des Himmels sind und stellt seine Lieblinge vor.

Am Sonntag ist Allerheiligen. Wer sind sie, alle die Heiligen des Himmels? Sind das die Spitzensportler des Guten? Unerreichbar für uns "Normalsterbliche"? Sind das die, die für Wunder zuständig sind? Oder für Hilfe beim Suchen nach Verlorenem, wie der heilige Antonius? Als Kind hat mich in unserer Pfarrkirche die Statue der heiligen Apollonia fasziniert. Sie war für Zahnweh zuständig und trug in der Hand eine Zange mit einem gerissenen Zahn. Heute gehen wir zum Zahnarzt. Und doch lebt bei vielen nach wie vor das Vertrauen zu den himmlischen Helfern.

Ich habe meine "Lieblingsheiligen", wie etwa die kleine heilige Thérèse von Lisieux, deren Foto ich im Stephansdom habe anbringen lassen. Oder Mutter Teresa von Kalkutta, die ich selber kennenlernen durfte. Oder Padre Pio, bei dem ich als 16-Jähriger 1961 die Messe erleben konnte, unvergesslich. Sein Grab besuchen jährlich 7 Millionen Menschen. Ich sehe sie alle als Freunde, die uns von "drüben" helfen.

Buchempfehlung

Rechtzeitig zu Allerheiligen erschien ein schönes Buch von Bernadette Spitzer: "Von Bischofsstab bis Besenstiel" stellt 365 Männer und Frauen vor, für jeden Tag des Jahres einen Heiligen. Ein Lesetipp zu Allerheiligen!

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