Kardinal Schönborn über Erbarmen mit aller Menschennot

Christoph Kardinal Schönborn
Christoph Kardinal SchönbornHelmut Graf
In seiner Weihnachtskolumne für "Heute" schreibt Kardinal Christoph Schönborn über Christus, der gekommen ist, um Licht in die Welt zu bringen.

Am Montag war ein seltenes Himmelszeichen zu sehen: Die Planeten Jupiter und Saturn kamen einander so nahe, dass sie als leuchtender Doppelstern zu sehen waren. Diese Planetenkonstellation war zuletzt vor fast 800 Jahren zu beobachten und auch schon im Jahr 7 v. Chr., also zur Zeit der Geburt Jesu. Manche Forscher sagen, genau das sei der "Stern von Betlehem" gewesen, dem die Sterndeuter, die "Heiligen Drei Könige" gefolgt sind und der sie schließlich nach Betlehem geführt hat, zu Jesus.

Besonders beeindruckt hat mich, dass der vergangene Montag der 21. Dezember war, der Tag der Wintersonnenwende. Von da an werden die Tage wieder länger. Darauf freue ich mich jedes Jahr. Die Wiederkehr des Sonnenlichts tut Seele und Leib gut. War auch damals, als der "Stern von Betlehem" sichtbar wurde, der Tag der Sonnenwende? Eines ist sicher: Seit uralten Zeiten war Weihnachten verbunden mit dem zunehmenden Licht. Und das ist auch sinnvoll. Denn Christus ist in das Dunkel der Welt gekommen, um das Licht vom Himmel in unser Leben zu bringen. Dieses Licht heißt Liebe, Güte, Mitgefühl, Gottes Erbarmen mit aller Menschennot. Will uns heuer der helle Doppelstern daran erinnern?

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