Kardinal Schönborn über Haustiere als Lebensbegleiter

Kardinal Schönborn
Kardinal SchönbornBild: Helmut Graf
Antworten – von Kardinal Schönborn. In seiner Kolumne spricht der Wiener Erzbischof von der Sorge des Papstes, dass Europas Bevölkerung überaltere.

Ein Wort von Papst Franziskus hat vor einigen Tagen für Empörung gesorgt. Er sagte, in einer Nebenbemerkung, dass viele Paare keine Kinder haben, aber zwei Hunde oder zwei Katzen. Aus dem Zusammenhang gerissen wirkt das verletzend. So wurde es auch von vielen empfunden. Ich kann das verstehen. Denn kinderlos zu sein kann eine freie Entscheidung sein oder ein schmerzliches Schicksal. Und Haustiere sind für viele Menschen wertvolle Lebensbegleiter.

Hinter der ungeschickten Bemerkung des Papstes steht eine Sorge, die Italien besonders betrifft, aber im Grunde ganz Europa. Wir leben länger, gleichzeitig gehen die Geburten zurück. Die Überalterung der Bevölkerung wird eine Belastung für die nächsten Generationen. Immer weniger Kinder müssen für immer mehr ältere Menschen aufkommen. Familien mit Kindern haben daher einen unschätzbaren Wert. Eine Gesellschaft ohne Kinder sieht alt aus. Familien sind das Rückgrat der Gesellschaft, das Überlebensnetzwerk für uns alle. Umso wichtiger ist die Unterstützung für junge Paare, Alleinerziehende, Familien in Not. Hunde und Katzen sind dabei oft ihre vierbeinigen treuen und tröstlichen Begleiter. Das weiß auch ein Papst Franziskus.

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