Wien

Kardinal Schönborn über Syrien

Die Einwohner Syriens leiden unter den Folgen des Krieges. Kardinal Schönborn erinnert an das Schicksal jener, die ihre Heimat verloren haben. 

Christoph Kardinal Schönborn
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Kardinal Schönborn, wie man ihn kennt: gütig lächelnd
Kardinal Schönborn, wie man ihn kennt: gütig lächelnd
Helmut Graf

Syrien – ein vergessenes Land! Ich durfte es in diesen Tagen besuchen. Zehn Jahre lang hat dort ein mörderischer Krieg gewütet. Eine halbe Million Menschen sind ums Leben gekommen, fünf Millionen Menschen mussten flüchten, viele innerhalb des Landes, andere in die Nachbarländer, in den Libanon, nach Jordanien, die Türkei. Manche haben es bis nach Europa geschafft. Alle diese Flüchtlinge haben alles verloren. Wie es um ihre ehemaligen Wohnungen steht, konnte ich in Homs sehen: Ganze Straßenzüge sind ein einziges Ruinenfeld. Zerstörung, wohin man blickt.

Echter Frieden scheint ungreifbar

Heute schweigen weitgehend die Waffen. Aber von einem echten Frieden ist das Land weit entfernt. Es ist geteilt zwischen den Herrschaftsbereichen der Großmächte. An ihnen läge es, endlich einen Wiederaufbau des Landes zu ermöglichen. Stattdessen lasten die Sanktionen der USA und der EU auf dem Leben der Menschen: oft nur zwei Stunden Strom am Tag. Das Brot ist rar, das Geld entwertet. Immer wieder habe ich von jungen Menschen gehört: Wir wollen weg! Wir haben hier keine Zukunft! Syrien ist ein uraltes Kulturland. Wird ihm die Zukunft geraubt? Oder darf es wieder aufleben?

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