Kardinal Schönborn: Was Freundschaft ausmacht

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.(Bild: Helmut Graf)
"Antworten" von Kardinal Schönborn behandelt heute ein Thema, das wohl jeden betrifft: die Freundschaft.
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Christoph Kardinal Schönborn

Am Donnerstag war der Internationale Tag der Freundschaft. Schön, dass die UNO seit 2012 zu diesem Tag einlädt. Aber auch ohne ihn wissen wir, wie wichtig Freundschaften in unserem Leben sind. Glücklich, wer echte Freunde hat. Sie sind kostbarer als Spaß und Erfolg im Leben, sosehr wir uns über beides freuen dürfen.

Aber der Spaß kann einem vergehen, der Erfolg kann ausbleiben. Echte Freunde bleiben. Ob sie wirklich Freunde sind, zeigt sich in der Not. Ich bin dankbar, dass ich selber in meinem Leben tragende Freundschaften erleben durfte, manche über Jahrzehnte hin.

Was macht eine gelungene Freundschaft aus?

Sie muss gegenseitig sein. Sie lebt von Austausch, Begegnung, Gespräch. Freundschaften können verblassen, wenn sie nicht gepflegt werden. Sie brauchen die Zeit füreinander, das Interesse aneinander. Freunde haben miteinander Geduld und füreinander Verständnis. Und ohne die Bereitschaft zur Vergebung hält auf Dauer keine Freundschaft.

Ein Philosoph, Francis Bacon, hat gesagt: "Freundschaft verdoppelt die Freude, halbiert das Leid." Ein Wort Jesu habe ich als Bischofsmotto gewählt: "Euch habe ich Freunde genannt." Die Freundschaft mit Jesus wird einen nie enttäuschen.

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