Kardinal Schönborn bat Papst um Rücktritt

Kardinal Schönborn mit Papst Franziskus bei einem seiner letzten Besuche.
Kardinal Schönborn mit Papst Franziskus bei einem seiner letzten Besuche.Bild: Servicio Fotographico Vatikan

Österreichs Katholiken bekommen 2020 einen neuen Oberhirten: Kardinal Christoph Schönborn reicht zu seinem 75. Geburtstag im Jänner den Rücktritt ein – und bat den Papst, diesen anzunehmen.

Wiens Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, der am 22. Jänner seinen 75. Geburtstag feiert, möchte bereits kommendes Jahr in den Ruhestand treten.

Entscheidung liegt beim Papst

Die katholische Kirche sieht vor, dass Bischöfe dem Papst mit 75 standardmäßig den Rücktritt anbieten müssen. Das wird auch Schönborn tun.

"Ich hoffe, dass er annimmt. 75 ist ein gutes Alter, um zurückzutreten", sagte Schönborn in der ZiB 2. Letztlich entscheide aber der Papst. "Ich vertraue darauf, dass wir eine Lösung finden werden, mit der ich leben kann."

Drei denkbare Szenarien

■ Der Papst akzeptiert.

■ Der Papst bittet Schönborn, im Amt zu bleiben. Unwahrscheinlich, da der Kardinal den Pontifex unlängst in Rom persönlich darum bat, das Gesuch anzunehmen – wohl wegen seiner angegriffenen Gesundheit.

■ Die wahrscheinlichste Variante: Der Papst ersucht den Erzbischof zu bleiben, bis ein Nachfolger gefunden ist. Der Nuntius schickt drei Kandidatenvorschläge nach Rom, der Heilige Vater entscheidet.

Was Schönborn in Zukunft machen könnte?

Ins Kloster gehen (er ist Dominikaner), sich um seine Mama kümmern (wird im April 100), an der Uni lehren. Freitag (8.11.) will er darüber in "Heute" schreiben.

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