Kärntner ertränkte Freundin in Badewanne: 18 Jahre H...

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Ein 33-jährige Kärntner soll seine Freundin in der Badewanne ertränkt haben. Dafür strafte ihn das Gericht am Mittwoch mit 18 Jahren Haft. Beim Prozess kam heraus, dass die Drogenabhängige eine umfangreiche Aussage gegen ihren Freund geplant haben dürfte. Immer wieder landete sie vor ihrem Tod im Spital, wurde einmal von zwei Dealern vergewaltigt - bei all diesen Taten könnte auch der Verurteilte seine Finger mit im Spiel gehabt haben. Er leugnete bis zuletzt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

Die 30-jährige Frau . Ihr Freund und ein Bekannter wurden festgenommen, der zweite Mann jedoch bald darauf wieder freigelassen. 

Die Obduktion ergab, dass die Frau zwar auf Drogen war und vielleicht sogar daran sterben hätte können, jedoch davor ertrunken ist. Die beiden Männer gaben an, die Frau zugedröhnt gefunden und deshalb unter die Dusche gestellt zu haben. Ein Gutachter gab jedoch an, dass sie dadurch nicht ertrinken hätte können. Nach Aussage der Männer lebte das Opfer noch als sie die Wohnung verließen. Später kehrten die beiden in die Wohnung zurück, da lag die Frau tot in der Wanne. Die Männer legten sie auf die Couch und riefen die Rettung.

Verletzungen an Schädel, Kiefer und Gesicht

Die Staatsanwältin warf dem Freund des Opfers vor, allein zurückgekommen zu sein und seine Freundin in der Badewanne ertränkt zu haben. Der Sachverständige erklärte, die 30-Jährige sei mit dem Kopf unter Wasser getaucht worden. An Schädel, im Gesichtsbereich, am Kiefer und Rücken der Frau wurden Zeichen von stumpfer Gewalteinwirkung gefunden. "Im Gesichtsbereich können das durchaus auch Schläge mit der Faust gewesen sein", so der Gerichtsmediziner laut "kaernten.orf.at" "Ein Tätscheln, wie vom Angeklagten geschildert, führt nicht zu solchen Verletzungen." 

Der zweite Mann wurde nie angeklagt. Sein Handy wurde ausgewertet, er dürfte die Wohnung gegen 17.30 Uhr verlassen haben. Die Frau starb jedoch irgendwann zwischen 22 und 8 Uhr früh.

Blaue Flecken, Drogen, Gewalt: "Sie hatte Angst"

Auch die Aussagen von Freunden und Angehörigen des Opfers waren belastend. Ihr Bruder gab zu Protokoll, dass die Schwester Angst vor ihren Freund gehabt habe. Unter Drogen sei er gewalttätig geworden. Eine Tante gab an, dass sie vorgehabt hätte, sich von ihm zu trennen. Zeugen erzählten von blauen Flecken, dreimal endete sie im Krankenhaus. Die Polizei wies den Freund auch weg. Durch ihn sei sie nach Jahren ohne Drogen wieder in die Abhängigkeit gerutscht. 

Wollte gegen Freund aussagen

Einen Monat vor ihrem Tod dürfte das Opfer von zwei Dealern vergewaltigt worden sein. Die Frau dürfte vermutet haben, dass ihr Freund etwas damit zu tun habe. Sie starb einen Tag, bevor sie einen Termin bei der Polizei gehabt hätte. Sie hatte eine umfangreiche Aussage angekündigt. Beim Verhör hätte der Angeklagte immer wieder seine Aussagen geändert, berichteten andere Beamte. 

 

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