Kärntner Waffenfabrik nach nur einem Monat pleite

Die Hoffnungen waren hoch, die Versprechungen groß, am Mittwoch ging die neue Firma FMF Tactical aus Kärnten nach nur einem Monat in Konkurs. Produziert wurde keine einzige Waffe. Die Investoren stiegen aus. Der Grund soll einer der Geschäftsführer sein. Ihm wird "treuwidriges Verhalten" vorgeworfen.

Die Hoffnungen waren hoch, die Versprechungen groß, am Mittwoch ging die neue Firma FMF Tactical aus Kärnten nach nur einem Monat in Konkurs. Produziert wurde keine einzige Waffe. Die Investoren stiegen aus. Der Grund soll einer der Geschäftsführer sein. Ihm wird "treuwidriges Verhalten" vorgeworfen. 

Im November öffnete die FMF Tactical in Feistritz im Rosental ihre Tore. Ab Dezember hätten dort Spezialwaffen wie Scharfschützengewehre produziert werden sollen. Michael Yudelson, Chef der Firma, sprach laut "kaernten.orf.at" von mehr als 300.000 Vorbestellungen allein aus Amerika. 

Innerhalb eines Monats wurden acht Patente angemeldet, um die Waffenproduktion zu revolutionieren. Bis 2017 wurde mit einem Umsatz von 720 Millionen Euro gerechnet. 160 Arbeitsplätze wollte die neue Firma in Feistritz schaffen. 

Am Mittwoch wurde stattdessen der Konkurs publik, die Facebookseite des Unternehmens ist bereits offline. Laut Konkursantrag drehten die Investoren den Geldhahn wegen "Auseinandersetzungen einzelner Gesellschafter und Geschäftsführer" und "treuwidrigem Verhalten seitens eines Geschäftsführeres und Gesellschafters" zu. 

Die Firma gehört drei Parteien: der niederländischen Firma Lightning Investments B.V. (knapp unter 50 %), Michael Yudelson (knapp unter 50 %), Herbert Scheiring, der Jagdwaffen in Ferlach produziert (5 %). 

56 Angestellte und 26 Gläubiger sind betroffen. Es geht um ungefähr 5,3 Millionen Euro. 

Herbert Scheiring gab an, Yudelson habe gelogen, es gebe gar keine Waffenbestellungen, weder aus den USA noch sonstwoher. 

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