Karstadt: Gewerkschaft stellt sich Benko in den Weg

Im Kampf gegen die Krise bei Karstadt hat die Gewerkschaft Verdi Widerstand gegen mögliche Einschnitte angekündigt. "Wir werden weitere Entlassungen oder mögliche Häuserschließungen nicht einfach hinnehmen", so Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. 17.000 Beschäftigte der Kaufhauskette bangen um ihre Jobs.

Im Kampf gegen die Krise bei Karstadt hat die Gewerkschaft Verdi Widerstand gegen geplante Einschnitte angekündigt. "Wir werden weitere Entlassungen oder mögliche Häuserschließungen nicht einfach hinnehmen", so Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. 2.000 Beschäftigte der Kaufhauskette sollen entlassen werden.

"Statt Arbeitsplätze bei Karstadt zu vernichten, muss es darum gehen, die Umsätze zu steigern", findet Nutzenberger, die im Karstadt-Aufsichtsrat sitzt. Am Freitag wurden die Arbeitnehmervertreter über die Ergebnisse der ersten Aufsichtsratssitzung nach der durch den Tiroler Immobilieninvestor René Benko informiert.

2.000 Jobs wackeln

Karstadt will unter seinem neuen Besitzer, dem Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge zunächst 2.000 seiner knapp 17.000 Stellen streichen. In den Filialen sollten 1.600 Arbeitsplätze wegfallen, in der Verwaltung in der Essener Zentrale 400, berichtete die Zeitung.

Auch Fortbestand einiger Filialen unsicher

Allerdings könnten auch mehr Stellen betroffen sein, da eine mögliche Schließung von Filialen in den Zahlen nicht enthalten sei. Beschlüsse dazu seien nicht gefallen. Das könne aber in der Sitzung des Aufsichtsrats im Oktober geschehen, berichtete die "WAZ". Reuters hatte am Wochenende von Insidern erfahren, dass die Sanierung des Unternehmens rund 200 Millionen Euro kosten werde.

APA/red.

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