Karte: Hier gibt es in OÖ die meisten Berg-Toten

Im Herbst häufen sich die Wanderunfälle, wie ein trauriger aktueller Fall zeigt. Wir haben recherchiert, in welchen Gebieten in OÖ es die meisten Unfälle gibt.
Das Unglück passierte in rund 2.050 Metern Höhe. Eine 46-Jährige begeisterte Bergsteigerin aus Alkoven und ihr Lebensgefährte wollten am Sonntag zum Großen Pyhrgas aufsteigen, machten um kurz nach 11 Uhr eine Rast. Plötzlich stürzten Felsbrocken vom Berg, trafen die Frau. Sie wurde schwerst verletzt, verstarb am Montag in der Uni-Klinik in Graz.

Die Tragödie ist eine von vielen tödlichen Bergunfällen, die jedes Jahr in OÖ passieren. Doch wo passieren die meisten tödlichen Unfälle? Wir haben beim "Österreichischen Kuratorium für Alpine Sicherheit" in Innsbruck nachgefragt. Dort werden seit Jahrzehnten die Daten über alle Unfälle gesammelt, dokumentiert und archiviert.

Gemeinsam mit Daten der Alpinpolizei im Innenministerium ergibt sich so ein Bild davon, in welchen Gebieten in OÖ es die meisten tödlichen Unfälle in den vergangenen zehn Jahren gab.

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Hinterstoder führt Liste an


Das Ergebnis: Hinterstoder führt die Liste an, dort starben seit 2006 in den Bergen 13 Menschen bei Wander-, Ski, Mountainbike- und Kletterunfällen. In Gmunden waren es 12 Tote (wohl vor allem wegen Unfällen am Traunstein), in Spital am Pyhrn (z.B. Großer Pyhrgas) 11 Opfer.

Insgesamt starben von 2006 bis 2016 beim Wandern, Skifahren, Klettern und Mountainbiken 119 Menschen in OÖ.

Interessant ist auch die Statistik der Verletzten. In den zehn Jahren wurden in OÖ 1.348 Verletztebei Ski-Unfällen registriert, beim Wandern wurden 989 Menschen verletzt, beim Mountainbiken 1.150. Fünf Menschen wurden bei Höhlenunfällen verletzt, 114 bei Flugunfällen.



(rep)

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