Dass bevölkerungsreiche Bezirke auch eine höhere Quote an Verkehrsunfällen aufweisen, ist keine Überraschung. Dass aber der erste Bezirk mit insgesamt nur 16.047 Einwohnern auf immerhin 243 Unfälle kommt, stellt eine Besonderheit dar. Die gute Nachricht: 2021 hatte die zweitniedrigste Zahl an Verkehrstoten seit 1950.
1) Donaustadt ist Unfallhotspot: Hier kommen 488 Unfällemit vier Getöteten auf 195.230 Einwohner.
2.) Favoriten: Der Bezirk mit den meisten Einwohnern verzeichnet 447 Unfälleauf 207.193 Einwohner.
3) Floridsdorf: Der drittgrößte Bezirk nach Zahl der Einwohner (167.968) liegt auch auf Platz drei der unfallreichsten Bezirke mit 359 Unfällen, bei denen zwei tödlich endeten.
4) Liesing zählte auf 110.464 Einwohner im Vorjahr 283 Unfälle, zwei mit Todesfolge .
5) Landstraße: Hier ereigneten sich 270 Unfälle auf 91.680 Einwohner.
6) Leopold Stadt mit 105.848 Einwohnern zählte 263 Unfälle.
7) Innere Stadt – der Sonderling – zählt 243 Unfälle bei gerade einmal 16.047 Einwohnern. Gegenüber der sehr geringen Zahl an Einwohnern verzeichnet der erste Bezirk damit eine verhältnismäßig sehr hohe Zahl an Unfällen.
Die meisten Toten im Zusammenhang mit Verkehrsunfällen gab es in Penzing und Donaustadt mit jeweils 4 Toten. Jeweils zwei Tote durch Verkehrsunfälle gab es 2021 in Floridsdorf, Meidling, Liesing und Floridsdorf. Ein Toter war nach einem Verkehrsunfall in Simmering und Josefstadt zu beklagen. Insgesamt gab es vier mehr Verkehrstote als im Vorjahr 2020 mit damals insgesamt 12 Toten.
Die Übersicht: Floridsdorf 2 Tote, Penzing 4 Tote, Donaustadt 4 Tote, Josefstadt 1 Toter, Meidling 2 Tote, Liesing 2 Tote, Simmering 1 Toter.
Die Zahl von 359 Verkehrstoten ist nur nahezu ein Achtel der Todesopfer vom Jahr 1972, dem bisher „schwärzesten Jahr“ der Unfallstatistik (2.948 Tote). Dabei hat sich die Zahl zugelassener Kraftfahrzeuge seit 1972 nahezu verdreifacht und ist von 2,5 Millionen auf 7,2 Millionen gestiegen, informiert das BMI.
Zu den Hauptursachen der tödlichen Verkehrsunfälle zählen laut Bundesministerium des Inneren: Nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit (26,9 Prozent), Unachtsamkeit/Ablenkung (24,5 Prozent), Vorrangverletzung (15,5 Prozent), Missachtung von Geboten/Verboten (6,9 Prozent), Fehlverhalten von Fußgängern (5,7 Prozent), Überholen (5,0 Prozent), Herz-/Kreislaufversagen/akute Erkrankungen am Steuer (4,1 Prozent), Übermüdung (3,0 Prozent), mangelnder Sicherheitsabstand (1,5 Prozent) und technische Defekte (0,3 Prozent). Alkoholisierung war bei 22 oder 6,6 Prozent der tödlichen Unfälle gegeben.