Kasperl & Co. geben seit 40 Jahren Verkehrstipps

Das Verkehrserziehungsprogramm des ARBÖ und der AUVA feiert 40. Geburtstag. Jedes Jahr bekommen so rund 30.000 Kinder in ganz Österreich wichtige Tipps zum Verhalten auf den Straßen.

Im Frühjahr 1978 legten der damalige ARBÖ-Generalsekretär Otto Effenberger, der Chefredakteur des ARBÖ-Klubjournals "Freie Fahrt", Fritz Riha und Arminio Rothstein – besser bekannt als "Clown Habakuk", den Grundstein für eine mobile Verkehrserziehungsbühne, das Puppomobil. Die Vollmotorisierung schritt voran, und damit stieg auch die Anzahl der verunglückten Kinder im Straßenverkehr. Mit dem Puppomobil wollten Arminio Rothstein, sein Team des Theater Arlequin und der ARBÖ einen Beitrag zur Verringerung der verletzten und getöteten Kinder leisten, und schritten zur Tat: Für die eigens errichtete Bühne wurde ein Theaterstück geschrieben. Seit nunmehr 40 Jahren touren somit Kasperl, Barry, Inspektor Pomeisl, Dieselschlauch und auch der böse Zauberer Tintifax durch ganz Österreich.

2011 konnte mit der AUVA ein Kooperationspartner für dieses Projekt gefunden werden. Dadurch wurde auch die Anschaffung einer zweiten Bühne möglich, wodurch die Anzahl der Aufführungen verdoppelt werden konnte. Heute sehen jedes Jahr rund 30.000 Kinder der 1. und 2. Klasse Volksschule in ganz Österreich das Stück, das sich am Lehrplan der Grundstufe 1 (1. und 2. Klasse Volksschule) orientiert, und das Lernziel "Der Fußgänger im Straßenverkehr" zum Inhalt hat.

2017 verunglückten knapp 600 Kinder am Schulweg

Das Stück zeigt den jungen Besuchern, was beim Überqueren der Straße zu beachten ist, welche Bedeutung die einzelnen Armzeichen von Polizisten haben und was die Lichtzeichen der Ampeln signalisieren. Damit greift das Stück ein sehr reales Problem auf, wie die Unfallzahlen zeigen. "Auch nach 40 Jahren hat der Kasperl nichts von seiner Faszination verloren. Die Kinder sind allesamt extrem begeistert vom Stück und die Lehrer buchen bereits ein bis zwei Jahre im voraus die nächste Aufführung", freut sich ARBÖ-Generalsekretär Gerald Kumnig anlässlich der Jubiläumsfeier im Colosseum XXI in Wien-Floridsdorf. "Wie wichtig Maßnahmen zur Verkehrserziehung sind zeigen die aktuellen Schulwegunfälle. 2017 verunglückten knapp 600 Kinder am Schulweg", führt Kumnig weiter aus.

Insgesamt haben in den vergangenen 40 Jahren knapp 550.000 Kinder das Stück gesehen. 15.000 mal ging der Vorhang hoch und genauso oft sicherte Inspektor Pomeisl den Zebrastreifen für die Volksschulkinder und der Zauberer Tintifax trieb es ziemlich bunt mit Barry und Pannenfahrer Dieselschlauch. Insgesamt legt das Ensemble jährlich 30.000 Kilometer zurück, besucht 350 Schulen und spielt bis zu fünf Aufführungen pro Tag. Für die Koordination zeichnet seit Jahren die Agentur Kiga Impuls verantwortlich, die sämtliche Aufführungen plant und die beiden Teams zwischen Neusiedlersee und Bodensee in die Schulen schickt. (Red)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Wiener WohnenGood NewsWiener WohnenARBÖ

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen