Ein Sprecher des Welternährungsprogramms (WFP) sagte am Freitag in Genf: "Die letzten Reserven an Essen und Wasser gehen zu Ende." Zudem fehlten Versorgungsgüter und Medikamente, was verheerende Konsequenzen haben könne, hieß es vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Immer noch könnten keine Hilfskonvois die Stadt erreichen. Auch sonst sei die Versorgungskette nicht mehr gewährleistet. Aus Angst vor Schüssen zögerten Lkw-Fahrer, sich ans Steuer zu setzen.
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Helfer bezeichneten die humanitäre Situation insbesondere in Mariupol schon zuvor als "katastrophal". Dort sollen russische Truppen in der Vergangenheit gezielt ein Krankenhaus bombardiert haben. Mehrere Länder werfen Russland Kriegsverbrechen vor. So sollen die russischen Truppen verbotene Brandbomben einsetzen und gezielt zivile Ziele und Helfer angreifen. Bombardierungen und Raketenangriffe stehen mittlerweile am Tagesplan.
Italiens Kulturminister hat indes Unterstützung beim Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Theaters in der ukrainischen Küstenstadt Mariupol zugesagt. "Italien ist bereit, das Theater von Mariupol wiederaufzubauen", schrieb Dario Franceschini am Donnerstagabend auf Twitter. Der Ministerrat habe seinen Vorschlag angenommen, der Ukraine finanzielle Mittel anzubieten, um das Gebäude wiederaufzubauen, sobald es möglich sei. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski dankte dem Italiener auf Twitter. Franceschini gehe mit gutem Beispiel voran.
Am Mittwoch zerstörte ein Bombenabwurf das Theater, in dem Menschen Schutz suchten, weitgehend. Wie viele Menschen dabei verletzt und getötet wurden, war zunächst unklar. Nach ukrainischen Angaben handelte es sich um einen gezielten russischen Bombenabwurf. Russland machte das ukrainische nationalistische Regiment Asow für die schwere Explosion verantwortlich.