Auch in Deutschland haben wegen der Corona-Pandemie die Friseur-Salons nicht geöffnet. Viele greifen daher selbst zur Schere. RTL nahm das zum Anlass, um darüber einen "witzigen" Beitrag zu machen. Doch die Aktion ging nach hinten los.
Am Montag war demnach in der Nachrichtensendung "Punkt 12" zu sehen, wie Katja Burkard ihrem Kollegen Jens Rissing die Haare schneidet – unter Anleitung eines Maskenbildners. Beide trugen dabei weder Maske noch hielten sie den Mindestabstand.
Die Zuschauer zeigten sich empört und regten sich in den Sozialen Netzwerken darüber auf. "Ich als Friseurin durfte nicht OHNE Maske arbeiten!! Aber sie dürfen das!", schimpft ein User auf Instagram. "Wir haben seit über 6 Wochen keinerlei Einkünfte, wissen weder wie wir Fixkosten noch unser eigenes Leben finanzieren sollen.. diese Aktion war einfach nur völlig daneben und respektlos", heißt es in einem weiteren Kommentar.
Burkard bekam davon Wind und entschuldigte sich dafür via Instagram. "Wir sind auf diese Idee gekommen, weil ganz Deutschland dringend zum Friseur will", erklärte sie. In dem Clip stellt sie zudem klar, dass sich alle vorher auf das Coronavirus testen ließen. Das Ergebnis: Negativ.
"Wir haben auch immer wieder gesagt. Bitte, das müsst ihr uns glauben. Wir sind ja nicht wahnsinnig. Vielleicht hätten wir das nochmal deutlicher sagen sollen", so Burkard. Auch auf die Vorwürfe, sie würden sich über Friseure lustig machen, kam sie nochmal zu sprechen: "Das war natürlich null Komma null unsere Absicht." Auch dafür entschuldigt sie sich. "Wenn das so rübergekommen ist, dann tut mir das aufrichtig leid. Das müsst ihr mir glauben. Ich mache mich über keinen Menschen lustig, der gerade nicht arbeiten kann, der Sorgen und Ängste und Nöte hat."