Babak Sandschani zählte einst zu den reichsten Männern des Iran. Er führte mehr als 60 Unternehmen und hatte exzellente Verbindungen zu Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad. Doch 2016 wurde er wegen Veruntreuung von 2,7 Milliarden Dollar zum Tode verurteilt.
Nach seiner angeblichen Begnadigung soll der 51-Jährige ein ausgeklügeltes Krypto-Netzwerk aufgebaut haben. Offiziell freigelassen wurde Sandschani erst im vergangenen Jahr. Über die Börsen Zedcex und Zedxion soll das iranische Regime Milliarden an internationalen Sanktionen vorbeigeschleust haben.
Wie n-tv.de unter Berufung auf das Journalisten-Netzwerk OCCRP berichtet, war Sandschanis Geliebte Solmaz Bani für die Webseiten verantwortlich. Beide traten in sozialen Medien nie gemeinsam auf – doch eine Katze verriet sie.
Die auffällig gemusterte Katze mit leuchtendem Glöckchen tauchte sowohl auf dem privaten Account von Bani als auch auf dem offiziellen Telegram-Kanal von Zedxion auf. So konnten Ermittler die Verbindung nachweisen.
Die USA haben Zedcex und Zedxion im Jänner unter Sanktionen gestellt. Ein Teil der Krypto-Konten wurde eingefroren. Der größere Teil dürfte aber bereits in Bargeld oder Gold umgewandelt worden sein.
"Das Geld ist nicht unbedingt verschwunden, aber ein Teil davon könnte sich inzwischen außerhalb der digitalen Nachverfolgung befinden", sagt Krypto-Forensiker Albert Quehenberger gegenüber "n-tv".