Katzen gerettet: Husky lebt immer noch in seinem Kot

Die Katzen (eine davon re.) wurden abgenommen, der Husky (li.) ist noch dort.
Die Katzen (eine davon re.) wurden abgenommen, der Husky (li.) ist noch dort.Bild: privat
Ende Juli musste eine Familie aus dem Bezirk Waidhofen/Th. ihre Katzen wegen Tierquälerei abgeben, ein Husky durfte bleiben.
Acht Katzen und ihre drei Babys hielten Tierbesitzer aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya wie berichtet in einem winzigen Zimmer mit einem einzigen Katzenkisterl, das nie entleert wurde. Schließlich kam der Amtstierarzt und die Besitzer gaben die Katzen im Beisein der Polizei freiwillig ab.

Die Polizei musste kommen um zu vermitteln, der Streit mit den Tierschützern, die die Tierquälerei angezeigt hatten, drohte zu eskalieren. Während die Katzen ins Tierheim gebracht wurden, musste ein Husky, der in einem kleinen Verschlag oder im Innenhof des Hauses eingesperrt war, dort bleiben.

Husky lebt im Kot



CommentCreated with Sketch.24 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Tierschützer liefen weiter Sturm und sahen regelmäßig nach dem Tier, machten auch alarmierende Fotos. Diese zeigen, dass der Husky immer noch eingesperrt in dem kleinen Innenhof lebt, inmitten zahlreicher Kothaufen. Er darf offenbar so gut wie nie nach draußen. In einem Brief an Bezirkshauptmann Günter Stöger fordern sie die umgehende Abnahme des Tieres und üben Kritik am zuständigen Amtstierarzt.

Günter Stöger
Günter Stöger
Gegenüber "Heute" nimmt Stöger zu den Vorwürfen Stellung: "Der Amtstierarzt war seit Juli fünf Mal vor Ort, hat nach dem Tier gesehen und Auflagen erteilt. Sicher sind die Umstände dort alles andere als optimal. Aber uns fehlt die gesetzliche Grundlage, um der Familie das Tier abzunehmen. Das Tier ist gesund und die Kriterien für Tierquälerei sind nicht erfüllt. Wir können derzeit nicht mehr machen, als regelmäßig zu kontrollieren."

Anders war das vor einigen Jahren. 2014 musste die Behörde der Familie zwei Hunde abnehmen, weil diese völlig verwahrlost und unterernährt waren. Die Tierschützer vermuten, dass sich die Besitzer auch diesmal einen zweiten Hund zulegen wollen, um eine "Hinterhof-Zucht" zu betreiben. (Michael Nowak)

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