Katzenbaby Finn trickste ganze Polizeiinspektion aus

Bild: WTV / Stefanie Hummer

Der "Terror" der Polizeiinspektion Sibeliusstraße in Wien-Favoriten kündigte sich schon in den Nachtstunden auf Freitag mit kläglichem Miauen an. Als am Freitag die Sonne aufging, hielten die Eskapaden eines Katzenkindes eine ganze Polizeiinspektion auf Trab.

Der "Terror" der Polizeiinspektion Sibeliusstraße in Wien-Favoriten kündigte sich schon in den Nachtstunden auf Freitag mit kläglichem Miauen an. Als am Freitag die Sonne aufging, hielten die Eskapaden eines Katzenkindes eine ganze Polizeiinspektion auf Trab. 

Der wachhabende Polizist in der Nacht auf Freitag berichtete bei der Dienstübergabe, er habe in den frühen Morgenstunden des Freitag immer wieder klägliches Miauen gehört. Er habe im und um das Polizeigebäude nach der Katze gesucht, sei jedoch nicht fündig geworden. 

Großeinsatz: Polizisten machten Jagd auf flüchtigen Kater

Die Kollegin vom Frühdienst hatte mehr Glück. Sie entdeckte ein kleines, verstörtes Kätzchen in der Garage des Gebäudes. Allein schaffte sie es nicht, den schwarzweißen Katzenbuben einzufangen. Nach dem Motto "Einer für alle, alle für einen" tat sich eine Suchmannschaft zusammen und ging auf Katzenjagd. 

Fluchtwagen: Pkw des Postenkommandanten

Dem Katzenbaby gelang, woran viele Verbrecher scheitern. Er entkam mitten im Polizeiinspektorat den versammelten Polizisten. Die Samtpfote flüchtete sich unter der Nase der Exekutive in den Motorraum eines geparkten Autos. Als Versteck wählte der kleine Kater ausgerechnet den Pkw des Postenkommandanten. 

"Zugriff" in der Garage

Trotz des frechen Vergehens an der Polizeigewalt schlägt in der Brust der Beamten aus der Sibeliusstraße ein Herz für Tiere. Die Polizisten klopften bei einer Nachbarin an, die als Tierfreundin bekannt ist. Diese borgte den Polizisten eine Transportbox. Die Katzenretter in Uniform kauften auch Katzenfutter und lockten den ausgehungerten Buben aus seinem PS-starken Versteck. Wie bei einem hochgefährlichen Einsatz versteckte sich einer der Beamten hinter einer Säule. Als sich der Katzenbub aus seinem Versteck wagte, kam es zum erfolgreichen Zugriff. Schließlich wurde der Kater mit einer Polizeieskorte in den Wiener Tierschutzverein. 

Endstation Kuschelzelle

In Vösendorf taufte man das Kätzchen seiner Retter zu Ehren "Finn". Die Sibeliusstraße ist nämlich nach dem finnischen Komponisten benannt. Bei der Untersuchung wurde Finns Alter auf fünf Wochen geschätzt. Finn war zwar bei seiner Ablieferung verdreckt, doch ansonsten geht es dem "Automarder" gut. Einige Zeit wird Finn in einer Kuschelzelle untergebracht. Danach wird er zu einer tierliebenden Privatperson verlegt. Fußfessel ist keine geplant. 

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