Weiter warten bei Rapid auf einen Titel. Das 0:2 im Cupfinale gegen Sturm zeigte einmal mehr die eklatanten Schwächen im Kader auf: viel Masse, kaum Klasse.
Klubboss Alexander Wrabetz kündigte für den Sommer "markante" Verstärkungen an. Sein Transfermarkt-Auftrag an Sportchef Markus Katzer: Er soll sich auf die Suche machen."
"Heute" zeigt: Das sind die größten Baustellen in Hütteldorf:
Hier fehlt seit Jahren ein gestandener Top-Mann. Mit Kevin Wimmer und Michael Sollbauer wurde Routine geholt, aber keine verlässliche Verstärkung. Maximilian Hofmann und Christopher Dibon sind zu oft verletzt, die Jungen in entscheidenden Spielen zu unbeständig. Martin Moormanns Patzer im Cup-Finale waren haarsträubend.
Ein Einzelfall? Nein, er verschuldete schon im Februar die Pleite in Graz. "Die Spiele bringen ihn weiter", vermutet Coach Zoran Barisic. Fix: Titel bringen sie keine.
Etwas Licht auf der rechten Seite mit Thorsten Schick, Denso Kasius oder Martin Koscelnik, viel Schatten links mit Jonas Auer (vor allem defensiv – ein unnötiger, katastrophaler Fehlpass führte zuletzt beim 1:1 gegen Salzburg zu Sollbauers Ausschluss).
Weder Roman Kerschbaum noch Aleksa Pejic sind die erhofften Stabilisatoren und Organisatoren in der Zentrale. "Es fehlt einer auf der Sechs, der das Spiel von hinten schnell in die Spitze bringt", sah hier Sky-Experte Alfred Tatar im "Heute"-Talk schon vor Saisonbeginn Defizite.
"Die besteht eigentlich nur aus Burgstaller", meinte Ex-Coach Ernst Dokupil vor dem Cup-Finale bei "Heute". Tatsächlich ist der 34-Jährige Rapids Tor-Versicherung. Wie lange noch? Mit Marco Grüll, Nicolas Kühn, Oliver Strunz, Bernhard Zimmermann und Ferdi Druijf wäre Potenzial da.
War Co-Trainer, als Rapid mit Coach Peter Pacult 2008 den bis dato letzten Meistertitel holte. In zehn Jahren Alleinverantwortung (2011 bis 2016 Trainer, 2019 bis 2022 Sportdirektor, seit Oktober 2022 wieder Trainer) noch ohne Erfolg. Ist für den aktuellen Kader verantwortlich.